Massiver Sanierungsbedarf an NRW-Straßen erfordert heimische Rohstoffgewinnung


Niederrhein, 16. Januar 2013. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) weist in einem 63-seitigen Positionspapier auf sanierungsbedürftige Straßen und massive Engpässe in der bundesdeutschen Verkehrsinfrastruktur hin. Größte Sorge bereite der Zustand der Ver-kehrsinfrastruktur in NRW, im Besonderen der Ausbau von Bundesstraßen und Schienenwe-gen, wie der Münsteraner IHK-Geschäftsführer der Rheinischen Post sagte. „Dieser enorme Sanierungsbedarf erfordert Rohstoffe wie Kies und Sand“ erklären die 13 Kies- und Sandun-ternehmen des Initiativkreises „Zukunft Niederrhein“.

Sanierungsbedürftig sind die Straßen in NRW bereits jetzt, hinzu kommt ein prognostizierter Anstieg des Güterverkehrs auf NRW-Straßen um 66 Prozent bis zum Jahr 2025, wie eine IHK-Studie besagt. Außerdem sind laut dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Stra-ßen.NRW) rund 400 Brücken in NRW marode: „Es ist unerlässlich, diese Sanierungen durchzu-führen, um die Sicherheit eines jeden Verkehrsteilnehmers zu gewährleisten und um das stei-gende Verkehrsaufkommen aufzufangen. Um diese Herausforderungen im Straßenbau bewältigen zu können, sollten wir unsere heimischen Rohstoffe nutzen und die planerischen Voraussetzungen für deren Abbau schaffen“, erläutern die beiden Koordinatoren des Initiativ-kreises, Michael Schulz und Michael Hüging-Holemans.

Nach Berechnungen des Europäischen Gesteinsverband werden ca. 30.000 Tonnen Kies, Sand und Schotter benötigt, um einen Kilometer Fahrbahn zu bauen. „Um den steigenden Bedarf an diesen Rohstoffen in NRW zu decken, müssen wir auf unsere heimischen Lagerstätten zurück-greifen, um umweltschädliche und teure Transportwege zu vermeiden und Investitionsvolumen in der Region zu belassen“, so die beiden Koordinatoren. Am Niederrhein gibt es einer der größten Kies- und Sandlagerstätten Europas, verbrauchernah gelegen, unmittelbar in der Nähe zu Ballungszentren. Kies und Sand dienen vor allem der Bauwirtschaft, z.B. für den Straßenbau sowie die Produktion von Beton und Betonwaren. Rund 30-40 Mio. Tonnen Kies und Sand wer-den am Niederrhein jährlich gewonnen. Damit stammt rund die Hälfte der nordrheinwestfäli-schen Kies- und Sandproduktion vom Niederrhein.


zurück zur Übersicht

Presse

Der Initiativkreis zukunft niederrhein ist bei der Verleihung der Nachhaltigkeits-Awards der europäischen Gesteinsindustrie (UEPG-Sustainable Development Awards 2022) mit einem Sonderpreis für Kommunikation ausgezeichnet worden....
weiterlesen
Ein besseres Bild für die Irrationalität der Kies-Gegnerschaft kann es eigentlich nicht geben: Bauern fahren im Trecker-Korso über die Weseler Rheinbrücke zur Anti-Kies-Demo –...
weiterlesen
Der Initiativkreis zukunft niederrhein begrüßt es grundsätzlich, dass der Regionalverband Ruhr die Öffentlichkeit über die angekündigte 3. Offenlegung des Regionalplans (Freitag, 21.10.2022) informieren will....
weiterlesen
Die Initiative zukunft niederrhein begrüßt das klare Bekenntnis der Bundesregierung zur heimischen Rohstoffgewinnung. „Wir freuen uns über Rückenwind aus dem grünen Wirtschafts- und Klimaschutzministerium...
weiterlesen
Rund 11.000 Appelle an die Politik - Unternehmen nehmen Dialogangebote der Politik an
Duisburg, 27. August 2009. Die Mitarbeiter der im Initiativkreis „Zukunft Niederrhein“...
weiterlesen
Wo sollen in Zukunft die systemrelevanten Rohstoffe Sand und Kies am Niederrhein gewonnen werden? Die Antwort auf diese Frage bestimmen nicht die Sand- und...
weiterlesen
Mit der wiederholten Forderung eines „Kies-Teilplans“ soll lediglich das aktuell laufende Planungsverfahren des RVR gestört und am Ende verzögert werden. Zu einer tatsächlichen Lösung...
weiterlesen
Dialog mit Politik nach Postkartenaktion fortgesetzt
Wesel, 08. Dezember 2009 – Mitarbeiter und Geschäftsführer mehrerer im Initiativkreis „Zukunft Niederrhein“ organisierter Kies- und Sandunternehmen haben...
weiterlesen