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Kies steckt in unserem Alltag
Produkte der Kies- und Sandindustrie spielen eine relevante Rolle in unserem alltäglichen Leben: Statistisch gesehen verbraucht jeder Bundesbürger rund 245 Tonnen Kies und Sand in seinem Leben. Diese Menge an Kies und Sand ließe sich zu einer Säule von fast 200 Meter Höhe bei einer Grundfläche von einem Quadratmeter auftürmen. Die Zahlen machen deutlich: Mineralische Rohstoffe sind aus unserem Leben nicht wegzudenken – schon seit Tausenden von Jahren.

Hauptabnehmer Bauwirtschaft

Kies und Sand –
Baustoff seit Jahrtausenden
Schon die Römer benutzten „Flüssigen Stein“ – „Petrus liquidus“; ein Material, das unserem heutigen Beton sehr ähnelt. Mit diesem „Römischen Beton“ wurden Tempel und Wohnhäuser, Straßen und Brücken, Thermen und Amphitheater, Kuppelbauten und Häfen gebaut. Ihren eigentlichen Durchbruch als gebundene Massenbaustoffe verdanken Kies und Sand letztlich der Erfindung des Portlandzements durch den Briten Joseph Aspdin aus dem Jahr 1824. Damit begann das Zeitalter der Innovationen rund um Kies und Sand. Erhöht wurde die Bedeutung von Kies und Sand darüber hinaus durch drei weitere Erfindungen: die Veredlung von Bausand zu Mörtel durch Robert Guthmann im Jahr 1875 in Berlin, von Bausanden zu Kalksandsteinen durch den Baustoffchemiker Dr. W. Michaelis (Berlin) 1880 und von Bausanden und -kiesen zu Frischbeton (Transportbeton) durch den Hamburger Jürgen Hinrich Magens im Jahr 1903.

95 Prozent der gewonnen Kiese und Sande werden in der Bauwirtschaft genutzt. Der heute übliche Beton besteht zu 60 Prozent aus Kies und zu 40 Prozent aus Sand. Ob Dachziegel, Fensterglas, Kacheln, Fliesen, Betondecke oder Fassadenstein – beim Häuserbau wird die Vielseitigkeit und die Bedeutung von Sand und Kies für die Bauwirtschaft besonders deutlich. Durchschnittlich entfallen 53 Prozent auf den öffentlichen Hoch- und Tiefbau, 26 Prozent auf den gewerblichen Bau und 21 Prozent auf den Wohnungsbau.

Kies und Sand in anderen Industrien
Abgesehen von der Bauwirtschaft spielen Kies und Sand auch in anderen Industrien eine wichtige Rolle. Zum Formen von Gießereiprodukten, als Prozesshilfsmittel in der keramischen Industrie oder als Rohstoffzusatz, Sand ist für viele Industriezweige unersetzlich. Sande werden auch in der Feuerung von Müllverbrennungsanlagen, als Bremssand bei Schienenfahrzeugen und als Stützmittel für Erdöl-, Erdgas- und Wasserbohrungen eingesetzt. Auch in der chemischen Industrie und in der Computerindustrie spielen sie eine Rolle.

Kies und Sand im täglichen Leben
Oftmals unbewusst begegnen uns die Produkte der Kies- und Sandindustrie aber auch in unserem eigenen Alltag. Sand ist Grundstoff für die Glasherstellung. Er ist auch als

Zusatzstoff in Schleif-, Scheuer- und Poliermittel enthalten. Kies begegnet uns in verbauter Form in unserer Wohnung bzw. unserem Haus, aber auch als Zierelement im Aquarium, am Teich oder im Garten. Weitestgehend unbekannt ist, dass Kies und Sand auch in Produkten wie Zahnpasta, Solarzellen oder Mikrochips enthalten sind.

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Produkte

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Kies steckt in unserem Alltag
Produkte der Kies- und Sandindustrie spielen eine relevante Rolle in unserem alltäglichen Leben: Statistisch gesehen verbraucht jeder Bundesbürger rund 222 Tonnen Kies und Sand in seinem Leben. Diese Menge an Kies und Sand ließe sich zu einer Säule von fast 200 Meter Höhe bei einer Grundfläche von einem Quadratmeter auftürmen. Die Zahlen machen deutlich: Mineralische Rohstoffe sind aus unserem Leben nicht wegzudenken – schon seit Tausenden von Jahren.

 

Hauptabnehmer Bauwirtschaft

Kies und Sand –
Baustoff seit Jahrtausenden
Schon die Römer benutzten „Flüssigen Stein“ – „Petrus liquidus“; ein Material, das unserem heutigen Beton sehr ähnelt. Mit diesem „Römischen Beton“ wurden Tempel und Wohnhäuser, Straßen und Brücken, Thermen und Amphitheater, Kuppelbauten und Häfen gebaut. Ihren eigentlichen Durchbruch als gebundene Massenbaustoffe verdanken Kies und Sand letztlich der Erfindung des Portlandzements durch den Briten Joseph Aspdin aus dem Jahr 1824. Damit begann das Zeitalter der Innovationen rund um Kies und Sand. Erhöht wurde die Bedeutung von Kies und Sand darüber hinaus durch drei weitere Erfindungen: die Veredlung von Bausand zu Mörtel durch Robert Guthmann im Jahr 1875 in Berlin, von Bausanden zu Kalksandsteinen durch den Baustoffchemiker Dr. W. Michaelis (Berlin) 1880 und von Bausanden und -kiesen zu Frischbeton (Transportbeton) durch den Hamburger Jürgen Hinrich Magens im Jahr 1903.

95 Prozent der gewonnen Kiese und Sande werden in der Bauwirtschaft genutzt. Der heute übliche Beton besteht zu 60 Prozent aus Kies und zu 40 Prozent aus Sand. Ob Dachziegel, Fensterglas, Kacheln, Fliesen, Betondecke oder Fassadenstein – beim Häuserbau wird die Vielseitigkeit und die Bedeutung von Sand und Kies für die Bauwirtschaft besonders deutlich. Durchschnittlich entfallen 53 Prozent auf den öffentlichen Hoch- und Tiefbau, 26 Prozent auf den gewerblichen Bau und 21 Prozent auf den Wohnungsbau.

Kies und Sand in anderen Industrien
Abgesehen von der Bauwirtschaft spielen Kies und Sand auch in anderen Industrien eine wichtige Rolle. Zum Formen von Gießereiprodukten, als Prozesshilfsmittel in der keramischen Industrie oder als Rohstoffzusatz, Sand ist für viele Industriezweige unersetzlich. Sande werden auch in der Feuerung von Müllverbrennungsanlagen, als Bremssand bei Schienenfahrzeugen und als Stützmittel für Erdöl-, Erdgas- und Wasserbohrungen eingesetzt. Auch in der chemischen Industrie und in der Computerindustrie spielen sie eine Rolle.

Kies und Sand im täglichen Leben
Oftmals unbewusst begegnen uns die Produkte der Kies- und Sandindustrie aber auch in unserem eigenen Alltag. Sand ist Grundstoff für die Glasherstellung. Er ist auch als

Zusatzstoff in Schleif-, Scheuer- und Poliermittel enthalten. Kies begegnet uns in verbauter Form in unserer Wohnung bzw. unserem Haus, aber auch als Zierelement im Aquarium, am Teich oder im Garten. Weitestgehend unbekannt ist, dass Kies und Sand auch in Produkten wie Zahnpasta, Solarzellen oder Mikrochips enthalten sind.

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Recycling

Die Kiesindustrie am Niederrhein schafft Versorgungssicherheit
Täglich fallen in Deutschland Bauabfälle an – als Bauschutt bei Abbruch-, Sanierungs- und Umbauarbeiten, als Bodenaushub, Baustellenabfall oder Straßenaufbruch bei der Sanierung von Straßen. Genau wie Plastik oder Papier können auch diese Bauabfälle recycelt werden. In der öffentlichen Diskussion um den Bedarf an Baustoffen wird dabei immer wieder die Forderung laut, man solle mehr Recycling-Baustoffe verwenden.

Deutschland weltweit führend
Dabei recycelt kaum ein anderes Land so viele Baustoffe wie Deutschland. Hier werden bereits heute über 90 Prozent der Bauabfälle wiederverwertet, zum Beispiel im Straßen- und Erdbau und in der Asphalt- und Betonherstellung.

Recycling-Baustoffe nur begrenzt einsetzbar
Recycelte Baustoffe können allerdings nicht überall eingesetzt werden, denn in Deutschland werden per Gesetz hohe Anforderungen an Baumaterialien gestellt. Häufig haben Recycling-Baustoffe nicht die gleichen physikalischen oder chemischen Eigenschaften wie Baustoffe aus Primärrohstoffen und können deshalb nicht in allen Bereichen eingesetzt werden. Auch dürfen Recycling-Baustoffe nicht mit dem Grundwasser in Verbindung kommen und eignen sich daher nur bedingt für den Tiefbau.

Mehr Baustoff-Recycling geht kaum
Deshalb sind Recycling-Baustoffe auch in Zukunft kein Ersatz für die Primärrohstoffe Kies und Sand. Deshalb ist es unerlässlich, auch weiterhin Kies und Sand zu gewinnen. In den kommenden Jahren ist eine regelrechte Welle von Sanierungsarbeiten insbesondere an Straßen, Brücken und anderen öffentlichen Bauwerken zu erwarten. Diese Nachfrage gilt es zu bedienen. Die Kiesindustrie am Niederrhein schafft vor allem für die benachbarten Ballungsgebiete Versorgungssicherheit.

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Hochwasserschutz

Die Kiesindustrie schafft Sicherheit am Niederrhein

Das letzte große Hochwasser am Niederrhein ist fast 90 Jahre her, doch Hochwasserschutz ist und bleibt ein wichtiges Thema für die Region. Denn bei einem Deichversagen wären im Regierungsbezirk Düsseldorf rund eine Million Menschen betroffen. Nach dem letzten großen Hochwasser mit schwerwiegenden Folgen am Niederrhein 1926 hat die Kies- und Sandindustrie einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz geleistet.

Wertvoller Partner für Hochwasserschutz

Durch die Rückverlegung von Deichen und die gleichzeitige Auskiesung ufernaher Flächen wurden dem Rhein neue Ausbreitungsmöglichkeiten in einer Größenordnung von mehr als 110 Millionen Kubikmetern eröffnet, sogenannte Retentionsflächen. Außerdem schützen heute 240 Kilometer Deiche die Region. So konnten die Schäden durch die letzten großen Hochwasser 1993 und 1995 gering gehalten werden. Auch bei aktuellen Hochwasserschutzprojekten wie im Lippemündungsraum bringt die Kiesindustrie sich mit ihrem Know-how und ihrer Technik ein.

Hochwasserschutz und Renaturierung

Wie bei allen Projekten der Kiesgewinnung wird auch bei Hochwasserschutzmaßnahmen die Renaturierung von Anfang an mitgeplant. Bei der Auskiesung ufernaher Flächen entstehen durch die zeitweise Überflutung der ufernahen Bereiche zum Beispiel Auenlandschaften, die vor der Begradigung des Rheins über viele Jahrtausende hinweg Normalität waren. So können Hochwasserschutz, Kiesgewinnung und Renaturierung erfolgreich kombiniert werden.

Die folgenden Beispiele machen deutlich, welchen Beitrag die Kies- und Sandindustrie am Niederrhein mit ihrer Arbeit zum Hochwasserschutz in der Region leistet:

Reeser_Meer_3Die Entwässerung des Hinterlandes ist eine wichtige Aufgabe des Hochwasserschutzes längs des Rheinstromes. Im Bereich des Reeser Meeres übernimmt die ‚Haffen’sche Landwehr’ diese Aufgabe, sie durchfließt den Landsockel zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des Reeser Meeres und entwässert das gesamte Deichhinterland zwischen Bislich und Rees. Die Haffen’sche Landwehr mündet mit Hilfe einer Schleuse in den Reeser Altrhein und damit in den Rhein. Bis in die 1990er Jahre wurde diese Schleuse im Hochwasserfall geschlossen und das Wasser der Haffen’schen Landwehr wird über ein Pumpwerk in den Rhein gepumpt. Die Kosten für diesen technischen Aufwand wurden über die Deichschaugebühren an die Allgemeinheit weitergegeben.Seit 1996 hat sich die Situation dank der durch die Abgrabung entstandenen Gewässer hier maßgeblich verbessert: Die Haffen’sche Landwehr wird seither bei Hochwasser ins Reeser Meer entwässert, das bis zu einer Höhe von 15,40 mNN angestaut werden darf. Das Retentionsvolumen, das durch das Reeser Meer zur Verfügung steht, umfasst bis zu 5,8 Millionen Kubikmeter. Erst wenn dieses Volumen ausgefüllt ist, muss die Pumpe eingesetzt werden. Die akute Bedrohung durch Hochwasser hat sich damit erheblich entspannt. Seit 1996 sind keine Pumpkosten mehr angefallen.

In Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Deichverband Orsoy, dem Kreis Wesel und anderen Beteiligten findet zurzeit eine der größten Hochwasserschutzmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen statt. Der ehemals rheinnahe Deich ist ins Binnenland zurückverlegt worden. Das dadurch neu entstandene Rheinvorland wird im Zuge von Auskiesung, Verfüllung und Renaturierung so angelegt, dass insgesamt ein ca. 500 Hektar großer Retentionsraum entsteht, der dem Rhein im Falle eines Hochwassers großen Raum zur Ausdehnung gibt und so an anderer Stelle Hochwasserschäden verhindert. Das von Flussauen geprägte Bild des Rheins, das er vor seiner Befestigung und Schiffbarmachung durch den Menschen bot, ist das Vorbild für die zurzeit stattfindende Renaturierung.

LipperandseeIn Wesel entsteht durch eine Nassabgrabung der sogenannte „Lipperandsee“. Im Anschluss an die Kiesgewinnung wird er zusammen mit der angrenzenden Lippeaue nach ökologischen und landschaftsgestalterischen Grundsätzen angelegt, rekultiviert und in der Aue renaturiert. Ziel ist es, den Baggersee in die Dynamik der Lippeaue einzubeziehen und Retentionsräume für den Hochwasserschutz zu schaffen. Die ausgekiesten Areale bieten bei Hochwasser dem Gewässer Lippe die Möglichkeit, sich entgegen des vorherigen Zustands auszuweiten. Im Zuge des Projekts entsteht ein Wasserretentionsvolumen von ca. 850.000 Kubikmetern. Dies ist eine von mehreren wichtigen Maßnahmen zum Hochwasserschutz im gesamten Verlauf der Lippe. Die rekultivierten und renaturierten Flächen bieten darüber hinaus einen Lebensraum für viele seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten. Nach der Fertigstellung wird der Lipperandsee bis zu 1.700 Meter lang und 360 Meter breit sein.

Werther SeeIn Isselburg wird seit 1997 Kies und Sand gewonnen und unter anderem ins angrenzende Münsterland geliefert. Dabei ist der „Werther See“ entstanden, der während des Abbauprozesses umfassend renaturiert wird. Besucher können ihn zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf einem neu angelegten Rad- und Wanderweg erkunden. Rund um den See finden sich Schilf, Wildwiesen, Bäume und Ufergehölz. Aber der Werther See bietet nicht nur schöne Aussichtspunkte für Besucher, sondern erfüllt auch einen wichtigen Zweck beim Hochwasserschutz. Nach Fertigstellung des Sees kann er bei einem Hochwasser des angrenzenden Flusses Issel gut 400.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. So schützt er die Anwohner der umliegenden Städte Isselburg und Bocholt.

 

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kieswerk:

Veranstaltung:

kies im dialog – Chancen für den Hochwasserschutz“

Themenblatt:

Hochwasser

Freizeit und Erholung

Die Kiesindustrie am Niederrhein schafft Erlebnisräume
Ehemalige Kiesgruben können durch Rekultivierung und Renaturierung für Naherholung und Freizeitaktivitäten genutzt werden – teilweise sogar schon parallel zur Kiesgewinnung.

Neue Erlebnisräume
Manche Gewinnungsflächen werden wieder verfüllt und die Oberfläche bepflanzt. Meistens entstehen aus ehemaligen Abbaugebieten am Niederrhein die typischen Baggerseen. Sie sind vielerorts zu beliebten Erholungs- und Freizeitstätten für die Menschen in der Region und für Naherholung suchende Touristen geworden.

Mehrwert durch Naherholung
Die vielfältigen Wassersport-, Erholungs- und Urlaubsmöglichkeiten stellen einen Mehrwert für die Region dar. Dies bestätigt laut einer forsa-Umfrage die Mehrheit der Niederrheiner. Gerade im Umfeld von Ballungszentren erfreuen sich Baggerseen als Ausflugsziel einer großen Beliebtheit. Lehrpfade, Schautafeln, Führungen und Bootstouren werden außerdem zur schulischen und außerschulischen Bildung genutzt.

Ausgezeichnete Gewässerqualität
Die vielfach von den Kiesunternehmen neu angelegten Wege und Uferbereiche entlang der Baggerseen laden zum Joggen, Fahrrad fahren und Spazieren ein. In einigen Seen kann außerdem geschwommen, getaucht oder gesurft werden. Regelmäßige Wasseruntersuchungen belegen, dass das Wasser in den niederrheinischen Baggerseen nahezu Trinkwasserqualität besitzt.

Lesen Sie mehr über die Baggerseen in der Region:

Noch mehr Seen und alle Freizeitmöglichkeiten rund um die Gewässer finden Sie auch in unserer App, dem Baggerseen-Guide Niederrhein, die Sie sich kostenlos im App-Store und bei Google Play herunterladen können!

Mehr zum Thema:

kieswerk:

Bildergalerie:

Aktion:
Natur- und Erlebniswochen 2014
Freizeit und Erholung

Natur und Landschaft

Die Kiesindustrie am Niederrhein schafft Naturräume
Die Gewinnung von Kies und Sand bedeutet einen Eingriff in Natur und Landschaft. Dieser ist jedoch nur vorübergehend und wird durch vielfältige Maßnahmen zur Rekultivierung und Renaturierung ausgeglichen. Viele ehemalige Kiesgruben stehen heute sogar unter Naturschutz.

Gemeinsam für die Natur
Die Unternehmen der Kies- und Sandindustrie haben die Folgen des Abbaus für die Umwelt in ihren Planungen von Anfang an im Blick. Vor Projektstart werden bereits Maßnahmen zur Rekultivierung oder Renaturierung festgelegt. Dabei arbeiten die Unternehmen eng mit geologischen Forschungsinstituten, Natur- und Landschaftsschutzverbänden sowie örtlichen Naturschützern zusammen. Rekultivierte Gewinnungsflächen können als Naherholungsgebiete dienen oder es werden Naturschutzgebiete errichtet.

Produktion und Natur im Einklang
Schon während der Abgrabungen entstehen aufgrund der vielseitigen Beschaffenheit der Abbaustätten für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten neue Lebens- und Rückzugsräume: zum Beispiel auf Felswänden, Sandabbrüchen, offenen Kies- oder Wasserflächen. Gezielt und langfristig werden von den Kiesunternehmen außerdem aufwändige Rekultivierungsmaßnahmen geplant und umgesetzt. Auf diese Weise entstanden und entstehen auch in Zukunft vielfältige Biotope.

Neue Naturschutzgebiete
Etliche ehemalige Abgrabungsgewässer, die nach ihrer Wiederherrichtung sich selbst überlassen wurden und von der Freizeitnutzung durch den Menschen ausgeschlossen blieben, haben sich zu wertvollen Naturräumen weiterentwickelt. Diese sind immer seltener in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft zu finden. Kluge Renaturierungsmaßnahmen haben zahlreiche ökologische Sonderstandorte geschaffen, die heute einen hohen Naturschutzwert haben.

Eindrucksvolle Beispiele dafür sind:

Insgesamt hat die Kies- und Sandindustrie am Niederrhein über 40 Naturschutzmaßnahmen umgesetzt. Außerdem hat sie sich mit zwei eigenen Projekten am „Count Down 2010“, einer Aktion zur Steigerung der Artenvielfalt, beteiligt.

Mehr Informationen zu den Seen finden Sie auch in unserer App, dem Baggerseen-Guide Niederrhein, die Sie sich kostenlos im App-Store und bei Google Play herunterladen können!

 

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Serie Tierreich im kieswerk:

Themenblatt:

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Aktion:
Natur- und Erlebniswochen 2014

Natur und Landschaft

Arbeiten im Kieswerk

Die Kiesindustrie am Niederrhein arbeitet hochtechnisiert, innovativ und effizient

Die Arbeit im Kieswerk hat sich verändert. Früher wurden die wertvollen Rohstoffe per Hand oder mit einfachen Eisenschaufeln, Spaten, Sandschürfen oder handbetriebenen Schwimmbaggern gewonnen. Kieswerke sind heutzutage Industriebetriebe mit hochqualifizierten Mitarbeiter/innen, in denen modernste Maschinen zum Einsatz kommen. So können die Rohstoffe so effizient wie möglich gewonnen werden.

Innovative Technik
Kiese und Sande können auf verschiedene Arten gewonnen werden: Im Trockenabbau werden die Rohstoffe über dem Grundwasser mit Baggern, Radladern oder Schrappern abgetragen. Im Nassabbau werden die Kiese und Sande unter der Grundwasserlinie oder unter Flussläufen mithilfe von schwimmenden Baggern gewonnen. Der gesamte Prozess der Kiesgewinnung ist heute von Hightech geprägt. So dienen geophysikalische, geologische und mineralogische Methoden zur Erkundung der Lagerstätten. Der Abbau selbst wird von leisen Maschinen mit modernen Abbaukontrollanlagen (z.B. GPS, Echolot) bewerkstelligt. Die Verwiegung und Verladung der Rohstoffe laufen weitestgehend computergestützt.

Ressourceneffizienz
Die Kiesunternehmen am Niederrhein investieren kontinuierlich in fortschrittliche Technik. Dank moderner Geräte-, Anlagen- und Messtechnik arbeiten sie viel produktiver und effizienter als früher. Die Maschinen brauchen weniger Energie, stoßen weniger Emissionen aus und sorgen für einen sparsamen Ressourcenverbrauch, z.B. von Wasser.

Arbeitsplätze für die Region
Die Kies- und Sandindustrie bietet attraktive Arbeitsplätze im Facharbeiter- und Ingenieurbereich: Abwechslungsreiche Tätigkeiten und gute Aufstiegschancen sind bei den meist mittelständischen Unternehmen selbstverständlich. Der Wirtschaftszweig bietet viele Berufsmöglichkeiten: für Menschen mit einer soliden handwerklichen Ausbildung, Facharbeiter, die an der Optimierung von Produktionsabläufen arbeiten, aber auch Ingenieure, Betriebswirte und Geologen, die den Planungsprozess vorantreiben. Hinzu kommen Tätigkeiten in den Bereichen Rekultivierung, Liegenschaftsmanagement und Logistik.

 

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Berufsprofile in der Kies- und Sandindustrie:

Geschichten aus dem Kieswerk:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kies- und Sandindustrie erzählen hier aus ihrem Leben.

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Arbeiten im Kieswerk

Wirtschaft

Die Kiesindustrie am Niederrhein schafft Arbeitsplätze und Werte

Mehrwert für die Region
– ein Beispiel
Geförderte Menge Kies und Sand am Niederrhein 10 Mio. Tonnen pro Jahr
Umsatz (bei angenommenem Preis von 7,50€ pro Tonne) 75 Mio. Euro
Umsatz-Rückfluss (Investitionen, Kaufkraft Mitarbeiter, Steuereinnahmen)Region Niederrhein
Kommunen
47,25 Mio. Euro pro Jahr24 Mio. Euro pro Jahr

Die Kies- und Sandindustrie ist eine wettbewerbsfähige und gesunde Traditionsindustrie am Niederrhein. Rund die Hälfte der nordrhein-westfälischen und mehr als zehn Prozent der deutschen Kies- und Sandproduktion stammen vom Niederrhein. Im Regierungsbezirk Düsseldorf werden insgesamt 30 bis 40 Mio. Tonnen Kies und Sand jedes Jahr gefördert. In den Kreisen Kleve und Wesel sind es rund 10 Mio. Tonnen. Mit einem Umsatz von etwa 75 Millionen Euro ist die Kiesindustrie eine der stärksten Branchen in der Region Niederrhein. Die mittelständischen Betriebe arbeiten subventionsfrei.

Vielfältiger Arbeitgeber
Die Kiesindustrie ist außerdem ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Denn ein Arbeitsplatz in den Betrieben sichert viele weitere Stellen am Niederrhein. Angefangen bei Zulieferanten, die Maschinen, Fahrzeuge und Software bereitstellen, über Abnehmer wie Transportbeton- und Pflastersteinhersteller bis hin zu Tankstellenbetreibern, Planern und Landschaftsgestaltern. Insbesondere in strukturschwachen Gebieten, in denen es an Arbeitsplätzen mangelt, besitzt die Kiesindustrie als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor eine erhebliche Bedeutung. Davon profitieren Menschen mit einer soliden handwerklichen Ausbildung, aber auch zum Beispiel Ingenieure, Betriebswirte und Geologen, denn die Kiesunternehmen bieten eine Vielzahl von Berufsprofilen.

FAKTEN
Auftragsvergabe in der Region 189 Mio. € / Jahr
Ausgaben für Personal 45 Mio. € / Jahr
Ausgaben zum Erwerb von Auskiesungsflächen (RB Düsseldorf) 28 Mio. € / Jahr
Wertschöpfung (ohne Steuern) 262 Mio. € / Jahr

Doch nicht nur in Bezug auf Arbeitsplätze profitiert der Niederrhein von der Kies- und Sandindustrie. Im Durchschnitt fließen über 63 Prozent der unternehmerischen Wertschöpfung wieder zurück in die Region: über Investitionen (z.B. Gelände-Investitionen), über die Gewerbesteuer, über Zulieferanten und Abnehmer aus der Region, über Mitarbeiter und deren Kaufkraft. Weitere 32 Prozent der Wertschöpfung verbleiben direkt in den Kommunen.

Mehrwert für die Region
Ihre regionale Verbundenheit beweist die Branche außerdem durch eine bevorzugte Auftragsvergabe an Unternehmen vom Niederrhein. Pro Jahr sind dies im Regierungsbezirk Düsseldorf Aufträge in Höhe von mehr als 189 Mio. €. Der Wohlstand der Region und der Kommunen hängt somit auch vom Erfolg der heimischen Kies- und Sandindustrie ab.

Sehen Sie hier unser Interview mit Michael Pieper, inzwischen ehemaliger Geschäftsführer Niederrheinische IHK, zum Thema Wirtschaft und Kies- und Sandindustrie:

Mehr Informationen:

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Themenblatt:

Berufsprofile in der Kies- und Sandindustrie:


 

Vorkommen

Die Kiesindustrie am Niederrhein ist standortgebunden

VorkommenRohstoffe gibt es nicht überall. Die Natur gibt vor, wo Rohstoffe in guter Qualität und Menge lagern. Die Gewinnung konzentriert sich deshalb auf Gebiete mit geeigneten Vorkommen, wie zum Beispiel den Niederrhein. Hier gibt es eine der größten Kies und Sand-Lagerstätten in Europa. Bundesweit werden jährlich auf 0,0036 Prozent der Fläche Deutschlands Kies, Sand und Naturstein abgebaut.

Kies und Sand von hoher Qualität
Am Niederrhein gibt es nicht nur viel Kies und Sand. Die Rohstoffe sind hier auch qualitativ besonders hochwertig. Aufgrund des hohen Kiesanteils und des vergleichsweise gröberen Sands sind die Rohstoffe vom Niederrhein gerade für die Verwendung in Beton und Betonwaren besonders gut geeignet. Weiter stromabwärts verkleinert sich die Körnungsgröße stetig.

Verbrauchernahe Verfügbarkeit
Aufgrund von Lage und Qualität ist der Kies vom Niederrhein ein gefragtes Produkt in Regionen, die selbst nicht über ausreichende Lagerstätten verfügen. Dazu gehören das Münsterland, das Emsland, aber auch die benachbarten Niederlande. Die hervorragende Anbindung des Niederrheins an das europäische Wasserstraßennetz und nahegelegene große Ballungsräume ermöglicht zudem eine umweltschonende Logistik.

Kiese und Sande aus der Eiszeit
Die Kiese und Sande in den niederrheinischen Gewinnungsstätten stammen überwiegend aus dem Eiszeitalter des Quartärs, dem jüngsten Abschnitt der Erdgeschichte von vor rund 2,6 Millionen Jahren bis heute. Damals trafen große Mengen Schotter, die der Rhein aus vereisten Gebieten der Alpen an den Niederrhein transportiert hatte, auf große Mengen Geröll, die von riesigen Gletschern aus Skandinavien an den unteren Niederrhein gespült wurden. Nachdem die Gletscher geschmolzen waren, lagerte der Rheinstrom über Jahrtausende hinweg Kies und Sand entlang seines Verlaufs ab. Die Vorkommen wurden vom Geologischen Dienst NRW ermittelt. Sie sind Grundlage für die heutige Versorgung mit Baustoffen und damit für unsere modernen Lebensstil.

Mehr zum Thema:

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Veranstaltung:

kies im dialog – Kies und Sand: Rohstoff-Glück am Niederrhein“

Themenblatt:

Vielfalt der Fauna an einem Baggersee am Niederrhein

Neues kieswerk:

Ressourceneffizienz bei der Kiesgewinnung

kieswerk 13. Ausgabe (1/2015)

13. Ausgabe (1/2015) Kiesgewinnung – aber effizient!

Die 13. Ausgabe unseres Newsletters kieswerk beschäftigt sich mit dem Thema Ressourceneffizienz. Durch modernste Technologie werden die wertvollen Rohstoffe Kies und Sand heute nämlich deutlich effizienter gewonnen und die Kiesunternehmen verbrauchen dabei weniger Ressourcen, wie Energie und Wasser.

Die neue Ausgabe zeigt anhand konkreter Beispiele, wie die Arbeit im Kieswerk mit GPS und Sonaranlage aussieht und wie Wasser recycelt und Energie gespart werden kann. Außerm erläutert Michael Schulz in seinem Beitrag, warum Ressourceneffizienz nicht erst bei der Gewinnung, sondern schon bei der Raumplanung anfängt.

Wir wünschen eine spannende Lektüre!