FDP-Ratsfraktion und Kiesunternehmen im Dialog


Alpen, 16. März 2011 – Vertreter des Initiativkreises „Zukunft Niederrhein“ haben sich mit der FDP-Ratsfraktion unter Leitung des Fraktionsvorsitzenden Rainer Beck zu einem konstruktiven Gedankenaustausch getroffen. Anlass war die Verabschiedung der Gemeinsamen Erklärung des Initiativkreises, in der sich 13 Kies- und Sandunternehmen zu ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen in der Region bekennen sowie sich zu mehr Dialog verpflichten.

Die FDP-Ratsmitglieder nutzten das Gespräch, um Fragen zur konkreten Situation in Alpen zu diskutieren. Darüber hinaus ging es auch um Branchenthemen, wie etwa den Export in die Niederlande und um die Frage der langfristigen Verfügbarkeit von Kies und Sand in der gesamten Region Niederrhein.

Die anwesenden Kiesunternehmer bestätigten, dass von ihrer Seite kein Interesse an einer Abgrabung in Bönninghardt bestehe. Bei den Gesprächen ginge es nicht um konkrete Abgrabungsvorhaben. Generell verwies Jörg Hüting vom Initiativkreis „Zukunft Niederrhein“ jedoch auf die vielfältigen Restriktionen, die seit der letzten Änderung des Gebietsentwicklungsplans bestünden. „Es sind nur noch wenige Flächen zugänglich. Die Unternehmen müssen deshalb teilweise auf weniger geeignete Lagerstätten ausweichen.“ Insgesamt betrachtet sei am Niederrhein jedoch noch Kies für rund 400 Jahre vorhanden, sagte Hüting.

Zum Export in die Niederlande erklärte Jürgen Tarter vom Initiativkreis: „Es findet ein reger Warenaustausch statt – aber nicht nur in eine Richtung.“ Deutschland importiere beispielsweise Fertigprodukte in Form von Pflastersteinen, aber auch mineralische Rohstoffe als Schuttgüter. Es sei zudem falsch, dass in den Niederlanden kein Kies gewonnen werde, erläuterte Tarter. „Ich arbeite für ein deutsch-niederländisches Unternehmen. Wir verfolgen in den Niederlanden sogar mehr Gewinnungsprojekte als auf deutscher Seite.“

Beck begrüßte die Offenheit und Gesprächsbereitschaft der Unternehmen: „Für uns ist es wichtig, direkte Ansprechpartner in der Region zu haben.“ Deshalb wolle man auch über das Treffen hinaus in Kontakt bleiben.


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