Kiesunternehmen stellen repräsentative Niederrhein-Umfrage vor


Die Kies- und Sandunternehmen des Initiativkreises „Zukunft Niederrhein“ stellten heute in Xanten die Ergebnisse einer von ihnen initiierten repräsentativen forsa-Umfrage zur Region Niederrhein vor. Es ist die erste derartige Umfrage, die auf die Befindlichkeiten der Menschen in den Kreisen Kleve und Wesel abzielt. Erfragt wurden Meinungen zu Stärken und Schwächen des Niederrheins, zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Wünschen für die Zukunft der Region und zur Kies- und Sandindustrie. Ein vergleichbares Meinungsbild zur Region lag bislang nicht vor.

Mit der Umfrage löst der Initiativkreis das Versprechen seiner Gemeinsamen Erklärung vom November 2010 ein, bei der Entwicklung der Region aktiv mitzuwirken. „Um konkrete Perspektiven zu entwickeln, müssen wir die Meinungen und Befindlichkeiten der Menschen am Niederrhein kennen. Schließlich haben sie einen Anspruch darauf, bei der Gestaltung der Zukunft ihrer Heimatregion mitgenommen zu werden“, erläutern die Koordinatoren des Initiativkreises, Michael Schulz und Michael Hüging-Holemans die Motivation der Umfrage. DSC_4909Die Ergebnisse liefern eine erste Grundlage für die Diskussion über konkrete Zukunftsperspektiven. Dazu will der Initiativkreis die Umfrageergebnisse der Politik zur Verfügung stellen und Gespräche zur Zukunft der Region anstoßen.

Auch zur ihrer Einstellung gegenüber der Kies- und Sandindustrie wurden die Niederrheiner befragt. 72 Prozent erachten die Rohstoff- und Baustoffindustrie als sehr wichtig oder wichtig für die Region, knapp zwei Drittel der Niederrheiner (64 Prozent) wünschen, dass sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Region spielt. „Dies ist ein überaus erfreuliches Ergebnis“, so Schulz. Ebenfalls 72 Prozent sind der Meinung, dass die fertig gestellten Projekte der Kies- und Sandindustrie einen Mehrwert für die Menschen in der Region bieten. 55 Prozent sagen, die Kies- und Sandindustrie sei auch in Zukunft unverzichtbar für den Niederrhein. Die Befragung zeige jedoch auch „Schwachstellen, bei denen wir als Initiativkreis noch Überzeugungsarbeit leisten müssen“, erklärte Hüging-Holemans: So wird der Branche nur von 38 Prozent ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Umwelt bescheinigt. 45 Prozent vertrauen den Unternehmen der Kies- und Sandindustrie. „An beiden Punkten werden wir verstärkt arbeiten“, so Hüging-Holemans.

Die Antworten der 1.002 befragten Niederrheiner aus den Kreisen Kleve und Wesel spiegeln insgesamt eine im Vergleich mit anderen Regionen überdurchschnittlich große Zufriedenheit und Identifikation mit dem Niederrhein wider: 87 Prozent leben gerne hier, 64 Prozent bewerten die wirtschaftliche Situation als sehr gut oder gut und 69 Prozent glauben, dass sich die wirtschaftliche Situation in Zukunft verbessern oder unverändert bleiben wird. Als besondere Stärken der Region empfinden die Menschen die Landschaft und Natur am Niederrhein. Sie schätzen die Region vor allem als attraktive und sympathische Region zum Wohnen.

Kritisch beurteilt wird hingegen das Thema Arbeit und Ausbildung. Trotz der positiven Bewertung der wirtschaftlichen Perspektiven sehen 24 Prozent in der Arbeitslosigkeit das dringendste Problem der Region. Dementsprechend ist den Menschen sehr wichtig, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten bleiben, gerade auch in handwerklichen und technischen Lehrberufen (70 Prozent).

Wirtschaftlich gesehen vermuten die meisten Niederrheiner besonders bei den Erneuerbaren Energien und im Handwerk große Potenziale. Gleichzeitig sollte ihrer Meinung nach aber auch der Tourismus eine stärkere Rolle spielen (76 Prozent). Schon heute halten 81 Prozent der Befragten den Niederrhein für eine attraktive Erholungs- und Tourismusregion. Dies gilt es nach Meinung der Niederrheiner scheinbar stärker zu nutzen. Insgesamt wünscht sich die Mehrheit der Befragten einen vielfältigen Branchenmix aus unterschiedlichen Branchen und Wirtschaftszweigen, zu denen auch die Kies- und Sandindustrie gehört.

Die Umfrage
Im Auftrag des Initiativkreises „Zukunft Niederrhein“ hat forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH eine repräsentative Befragung zum Thema „Zukunft der Region Niederrhein“ durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.002 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Personen in den Landkreisen Kleve und Wesel befragt. Es handelt sich demnach um ein repräsentatives Meinungsbild der Bevölkerung in den Kreisen Kleve und Wesel. Die Erhebung wurde vom 12. bis 22. September 2011 mit Hilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt.


zurück zur Übersicht

Aktuelles

Der Zusammenschluss von Kies- und Sandunternehmen am Niederrhein hat einen neuen Namen. Der Initiativkreis „Zukunft Niederrhein“ heißt ab sofort nur noch zukunft niederrhein. Ein...
weiterlesen
zukunft niederrhein ist mit dem MIRO-Nachhaltigkeitspreis der deutschen Gesteinsindustrie ausgezeichnet worden. Die Initiative erhielt den Sonderpreis Kommunikation, weil sie „das Thema Mineralische Rohstoffe für...
weiterlesen
Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks besucht Initiativkreis
Die Bundesumweltministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks, traf sich Ende September mit Vertretern des...
weiterlesen
Rohstoff-Bedarf
Bei der Infrastruktur in NRW liegt einiges im Argen. In unserer aktuellen Ausgabe des „kieswerk“ zeigen wir Ihnen, wie viele Tonnen Kies und...
weiterlesen
Am Montag (24.1.2022) startet die zweite Beteiligung zum Regionalplan Ruhr. Die Initiative zukunft niederrhein begrüßt diesen Fortgang des Planungsverfahrens. Der Plan gewährleistet im Wesentlichen,...
weiterlesen
Wie Kiesgewinnung und Rekultivierung aus der Luft aussehen, zeigt der Film unseres Mitgliedsunternehmens Welbers Kieswerke GmbH. Für den Film ist ein Videokopter (Drohne) über...
weiterlesen
Die Mitglieder des Weseler Kreistags haben in ihrer Sitzung am Donnerstag, 9. Juni 2022, einstimmig eine Resolution zum Abbau von Sand und Kies im...
weiterlesen
Die Kieswerke Grotendonk in Kevelaer und Werth in Hamminkeln öffnen am Samstag, den 22. August, ihre Tore für Besucher. „Wir laden unsere Anwohner und...
weiterlesen