Niederrhein, 15. August 2023 zukunft niederrhein unterstützt die kommende Kies-Ausstellung des Niederrheinmuseums in Wesel. Unter anderem wird dort ab Don-nerstag die von dreizehn Mitgliedsunternehmen unterzeichnete „Gemeinsame Erklärung“ der Initiative zum Ausstellungsstück. „Das soll aber nicht heißen, dass diese Urkunde museumsreif ist. Vielmehr ist die Erklärung der Sand- und Kiesunternehmen, die am Niederrhein zuhause sind, aktueller denn je“, sagt zukunft niederrein-Geschäftsführer Sascha Kruchen. Bereits 2010 hatten sich die mittelständischen Firmen mit dieser Selbstverpflichtung zur Verantwortung gegenüber den Menschen und zum Umweltschutz in der Region bekannt. Vor acht Jahren wurde dieses Bekenntnis dann inhaltlich aktualisiert und erneuert.

Sascha Kruchen von zukunft niederrhein mit einem Druck der „Gemeinsamen Erklärung“
Klares Bekenntnis zu Verantwortung und Dialog
Inhaltlicher Schwerpunkt der Erklärung ist auch das Angebot zum offenen Dialog mit Politik, Umweltschutz-Verbänden und allen interessierten Menschen am Niederrhein. Denn die Sand- und Kiesunternehmen in der Initiative wollen vor Ort ein kompetenter und kreativer Partner sein, um die Region langfristig positiv zu entwickeln. So wurden in den vergangenen Jahren vier große Dialog-Veranstaltungen mit Experten zu Themen wie Hochwasserschutz, Rohstoffknappheit oder Sand- und Kiesbedarf durchgeführt. „Leider werden aktuell die Diskussionen um Rohstoffgewinnung oder auch um viele andere Industrieprojekte immer emotionaler und aufgeregter geführt. Wir setzen aber auch in Zukunft weiter auf sachliche Informationen und konstruktiven Dialog. Es geht um gesamtgesellschaftliche Ziele, die gemeinsam besser erreicht werden“, so Sascha Kruchen weiter.
Fakten gegen Vorurteile
In der Ausstellung im LVR-Museum werden auch großformatige Sachinformationen aus dem zukunft niederrhein-Archiv zu sehen sein. Viele Menschen am Niederrhein wissen wahrscheinlich nicht, dass Bauschutt heute schon zu 94 Prozent wiederverwertet wird oder in Zukunft nicht mal 0,6 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche im RVR-Gebiet für Sand- und Kiesgewinnung verplant werden soll. Die Ausstellung „Kleine Steine – Große Wirkung. Kieswende am Niederrhein!?“ ist für die Öffentlichkeit vom 18. August bis zum 5. November in Wesel zu sehen. Sie wird bereits am Donnerstagabend (17.8.23) feierlich eröffnet und informiert über die vielen Facetten der Kiesgewinnung und -nutzung, über Möglichkeiten des nachhaltigen Abbaus und alternativer Baustoffe sowie über die Wirkung von Protestbewegungen. Zu diesen Fragen hat zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen auch im Rahmen einer Video-Dokumentation des Museums Stellung bezogen: „Wir hoffen vor allem, dass sich auch am Niederrhein die Meinung über die Gewinnung von Rohstoffen wendet, ohne die es keine funktionierende Wirtschaft und keinen Wohlstand geben würde.“




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Mit der wiederholten Forderung eines „Kies-Teilplans“ soll lediglich das aktuell laufende Planungsverfahren des RVR gestört und am Ende verzögert werden. Zu einer tatsächlichen Lösung des „Dauer-Konflikts“ rund um die regionale Rohstoffgewinnung trägt der erneute Anlauf des Kreises Wesel und der Kommunen leider nicht bei. Denn der von der Landesregierung angedachte „perspektivische“ Ausstieg aus der „Kies- und Kiessandgewinnung“ ist und bleibt ein Szenario: Ein Szenario, das den Realitätscheck nicht überstehen wird. Aussteigen würde man damit nämlich perspektivisch aus der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, aus der Erhaltung einer funktionierenden Infrastruktur, aus der Energiewende und damit letztendlich aus der Idee eines klimafreundlichen Industrielandes Nordrhein-Westfalen.
Die Initiative zukunft niederrhein begrüßt das klare Bekenntnis der Bundesregierung zur heimischen Rohstoffgewinnung. „Wir freuen uns über Rückenwind aus dem grünen Wirtschafts- und Klimaschutzministerium in Berlin. Die aktuelle Rohstoffstrategie aus dem Hause Habeck stärkt auch unsere Positionen hier vor Ort rund um die Ausweisung von neuen Sand- und Kies-Flächen“, sagte zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen bei einer Pressekonferenz am Freitag (3.2.2023) in Wesel.
Die Landesplanung im grünen NRW-Wirtschaftsministerium sorgt für Rechtssicherheit rund um die Ausweisung von Rohstoffgewinnungsflächen im zukünftigen Regionalplan Ruhr. „Das ist ein guter Tag für die Versorgungssicherheit in der Region und in NRW, weil die Phantomdiskussion rund um einen Teilplan für Sand und Kies nun endlich beendet ist“, so zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen. Dass der RVR nun, wie vom Ruhrparlament demokratisch beschlossen, das Verfahren für einen neuen Regionalplan rechtmäßig fortführt, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Planungssicherheit. Die Initiative zukunft niederrhein wird die für Ende Januar geplante dritte Offenlegung des Planungswerks mit einer Dialog-Aktion aktiv begleiten.
Der Initiativkreis zukunft niederrhein geht morgen (30. November 2022) in das Rennen um den Nachhaltigkeitspreis der europäischen Gesteinsindustrie. Die Unternehmensinitiative hat sich in der Kategorie „Kommunikation“ für die internationale Auszeichnung qualifiziert. Bei einer festlichen Gala in Brüssel sind noch Bewerber aus 12 weiteren europäischen Ländern am Start. Im April wurde die Initiative zukunft niederrhein für ihr nachhaltiges Konzept zur Schaffung von mehr Rohstoffbewusstsein rund um die Sand- und Kiesgewinnung als nationaler Gewinner in Berlin ausgezeichnet. „Wir sind stolz, dass unsere vielfältigen Kommunikationsmaßnahmen jetzt auch auf europäischer Ebene für Aufmerksamkeit sorgen. Regionale Rohstoffgewinnung ist aufgrund der aktuellen Weltlage und mit Blick auf den Klimaschutz wichtiger denn je – das ist die entscheidende Botschaft“, so zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen.
Der Initiativkreis zukunft niederrhein warnt davor, die Versorgungssicherheit mit den wichtigen Baurohstoffen Sand und Kies zu gefährden. Das Ruhrparlament kommt seiner Verantwortung in der Regionalplanung nach dem Raumordnungsgesetz sachgerecht nach, denn es wägt öffentliche und private Belange ausgewogen miteinander ab. Dabei muss gerade in diesen Zeiten die Versorgungssicherheit mit unseren heimischen Rohstoffen im Mittelpunkt stehen. Wer jetzt weiter auf Zeit spielt, dem geht schon bald das Material aus. „Wenn man sich die Restlaufzeiten vieler Gewinnungsprojekte am Niederrhein anschaut, wird klar, dass wir in eine selbstverschuldete Rohstoffknappheit steuern. Ohne neue Genehmigungen wird sich die Fördermenge unserer Unternehmen schon in den kommenden fünf bis sechs Jahren fast halbieren“, so zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen.
Ein besseres Bild für die Irrationalität der Kies-Gegnerschaft kann es eigentlich nicht geben: Bauern fahren im Trecker-Korso über die Weseler Rheinbrücke zur Anti-Kies-Demo – sie nutzen also ein Bauwerk, das es ohne Sand und Kies gar nicht geben würde. Davon abgesehen findet die besagte Demo im Grunde genommen auf Sand und Kies statt, der von zukunft niederrhein-Unternehmen produziert wurde. Aber auch das inhaltliche Fundament der Demo besteht hauptsächlich aus widersprüchlichem Widerstand.


