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Heimische Gewinnung von Sand und Kies ist „unabdingbar“ Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben deutlich gezeigt, wie wichtig die Versorgungssicherheit im eigenen Land...
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Offener Brief zur Kies-Resolution Die Mitglieder des Weseler Kreistags haben in ihrer Sitzung am Donnerstag, 9. Juni 2022, einstimmig eine Resolution zum Abbau von Sand...
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Vielfalt der Fauna an einem Baggersee am Niederrhein

Unternehmen für Naturschutz und Kommunikation ausgezeichnet

Rund 200 Gäste kamen in die Brüsseler Konzerthalle „La Madeleine“. Foto: UEPG

Zwei Mitgliedsunternehmen von zukunft niederrhein sind vom europäischen Gesteinsverband UEPG im Rahmen der Sustainable Development Awards 2019 ausgezeichnet worden. Die Teunesen Sand und Kies GmbH aus Weeze wurde für ihr Wildbienenprojekt in der Kategorie „Lokale Partnerschaft“ geehrt. Die Holemans GmbH aus Rees erhielt ein „Certificate of Excellence“ für die Kommunikation. Beide Projekte waren bereits vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) ausgezeichnet worden.

Daniela Franken und Jürgen Tarter (2. v. l.) von Teunesen nehmen die Auszeichnung entgegen. Foto: UEPG

Die Projekte in Kürze:

Teunesen arbeitet mit dem Imkerverband zusammen, hat am Standort Weeze von Bienen bevorzugte Winterlinden gepflanzt und eine Bienenweide angelegt. Mittlerweile steht diese in voller Blüte und lockt viele Bienen an. 2018 hatten rund 260 Kinder im Rahmen des Projekts ein Wildbienenhaus mit selbst gebauten Nisthilfen gefüllt. Auch die ehemalige Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks hat sich bereits vor Ort ein Bild vom Wildbienenprojekt gemacht und hofft auf viele Nachahmer. Teunesen setzt das Engagement im Naturschutz und der Zusammenarbeit mit Schulen weiter fort.

Beate Böckels (2. v. r.) und Claudia Kressin (2. v. l.) von Holemans freuen sich über den Sonderpreis Kommunikation. Foto: UEPG

Holemans erhielt den Sonderpreis Kommunikation für seine Symposien mit begleitenden Buchveröffentlichungen. Die Veranstaltungsreihe, zu der alle zwei Jahre Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Branchenpartner und interessierte Bürger eingeladen werden, startete bereits 2012. Das jüngste Kommunikationsprojekt des Unternehmens ist seine komplett überarbeitete Website. Sie veranschaulicht mit vielen Bildern, Grafiken, Videos und in Textform das komplexe Geschäft der Kies- und Sandgewinnung, -aufbereitung und -vermarktung.

Dieses Jahr hatten 53 Unternehmen aus 13 Ländern ihre Projekte für die UEPG Sustainable Development Awards eingereicht. An der feierlichen Verleihung in Brüssel namen rund 200 Teilnehmer aus 20 Ländern teil. Eine Bildergalerie finden Sie hier.

 

Vielfalt der Fauna an einem Baggersee am Niederrhein

zukunft niederrhein kooperiert mit THW

Marco van der Lugt und Andre Scholten vom THW Förderverein Wesel e. V. (l. und r.) und Michael Hüging-Holemans, Koordinator von zukunft niederrhein (Mitte), bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.

zukunft niederrhein hat einen Kooperationsvertrag mit dem Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) Förderverein Wesel e. V. geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Wassersicherheit an den niederrheinischen Baggerseen weiter zu steigern. Hierzu wollen die Partner künftig gemeinsam zu den Themen Freizeit an und Nutzen ehemaliger und aktueller Baggerseen, Hochwasserschutz, Deichverteidigung, Katastrophenschutz und Wassergefahrenabwehr am Niederrhein informieren und Präventionsarbeit leisten. Die Initiative der Sand- und Kiesunternehmen wird das THW am Niederrhein bei der Sicherstellung der Wassersicherheit und der öffentlichen Gefahrenabwehr unterstützen. Zudem erhalten die Mitglieder des THW Zugang zu Sand- und Kiesgewinnungsstätten am Niederrhein. Dort können sie nach Bedarf in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes und Polizei Ausbildungen und Übungen durchführen, um im Falle eines Einsatzes gut gerüstet zu sein.

„Nach der DLRG im Bezirk Kreis Kleve ist der THW Förderverein Wesel für uns bereits der zweite Partner am Niederrhein. Wir freuen uns sehr darauf, die engagierten Helfer zu unterstützen. Einige von Ihnen sind selbst in unseren Mitgliedsunternehmen beschäftigt und wir schätzen Ihre ehrenamtliche Arbeit sehr“, freut sich Bernhard Lemkamp, Geschäftsführer von zukunft niederrhein über die Zusammenarbeit.

Mehr Informationen zur seit 2018 bestehenden Zusammenarbeit mit der DLRG finden Sie hier.

Vielfalt der Fauna an einem Baggersee am Niederrhein

Dokumentation zu kies im dialog online

Die Dokumentation der Veranstaltung kies im dialog – Kiesbedarf unter der Lupe, die am 23. Mai 2019 in der Niederrheinhalle in Wesel stattfand, ist jetzt online abrufbar. Das herunterladbare PDF fasst die Kernpunkte der Eröffnungsrede und Expertenstatements sowie zentrale Fragen und Antworten aus der Diskussion mit dem Publikum zusammen. Es gibt zudem einen Überblick über Ablauf und Teilnehmer sowie Feedback zur Veranstaltung.

Die Dokumentation können Sie sich hier herunterladen:

Mehr Informationen sowie eine Bildergalerie finden Sie hier. Zudem hat zukunft niederrhein die FAQ (Frequently asked questions)-Seite mit neuen Fragen und den jeweiligen Antworten ergänzt. Dort finden sich auch Fragen von Bürgern, die auf der Veranstaltung eingereicht wurden.

Sicheres Baden in Baggerseen

zukunft niederrhein und DLRG im Bezirk Kreis Kleve geben Tipps zum sicheren Schwimmen in der Region

Niederrhein, 23. Juli 2019. Das sommerliche Wetter treibt aktuell wieder hunderte Badelustige an die Baggerseen am Niederrhein. Damit der Wasserspaß nicht getrübt wird, empfehlen zukunft niederrhein, die Initiative der Sand- und Kiesunternehmen, und die DLRG im Bezirk Kreis Kleve dringend, nur in freigegebenen Badeseen und an freigegebenen Stellen zu schwimmen. Dort finden sich hervorragende Bedingungen für Badespaß in der Natur. So verfügen die Badeseen am Niederrhein unter anderem über Trinkwasserqualität.

Die Baggerseen der Region bieten gute Abkühlung bei der Hitze. Hier ein Bild vom Xantener Südsee aus unserem Archiv.

Viele ehemalige Kiesgewinnungsstellen sind mittlerweile rekultiviert und renaturiert und bieten schöne öffentliche Badestrände und Badestellen für viel Badespaß. Einige dieser Seen in der Region werden von den Rettungsschwimmern der DLRG bewacht, zum Beispiel der Xantener Nord- und Südsee, der Auesee in Wesel, der Wisseler See in Kalkar und das Naturfreibad in Kessel (Goch). Sie bieten besonders sicheres Schwimm-, Tauch- und Planschvergnügen. „Trotzdem sollten auch hier einige Regeln beachtet werden, wie beispielsweise nicht alkoholisiert ins Wasser zu gehen, oder nie mit komplett leerem oder vollem Magen“, sagt Sascha Wolf, Einsatzleiter der DLRG im Bezirk Kreis Kleve. Außerdem bittet er darum, dass Eltern auch an betreuten Seen ihre Kinder nie aus den Augen lassen.

„Durch die Sand- und Kiesgewinnung sind in den letzten Jahrzehnten traumhafte Badeseen in der Region entstanden. Ich kann nur jedem empfehlen, das momentane tolle Sommerwetter an den hergerichteten Gewässern zu genießen“, sagt Christian Strunk, Koordinator von zukunft niederrhein. Eine Übersicht über alle Baggerseen in der Region sowie die jeweiligen Freizeitmöglichkeiten vor Ort finden Interessierte in der App „Baggerseen-Guide Niederrhein“, die kostenlos für iOS und Android erhältlich ist. Die App zeigt auch, an welchen Badeseen die DLRG vor Ort ist.

Einige Baggerseen sind dagegen ganz bewusst von der Freizeitnutzung durch den Menschen ausgeschlossen. „Diese Seen wurden nach ihrer Wiederherrichtung der Natur überlassen und haben sich zu wertvollen Naturräumen und neuen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere weiterentwickelt. Um diese Gebiete zu schützen, ist es wichtig, dass Besucher auf den vorgegebenen Wegen bleiben und dort nicht schwimmen“, erklärt Michael Hüging-Holemans, Koordinator von zukunft niederrhein.

Auch Baggerseen, an denen aktuell noch Sand und Kies gewonnen werden, sind (noch) nicht zum Schwimmen geeignet. Diese Seen sind Werksgelände. In diesem Zusammenhang kommt oft die Frage auf, warum auch rekultivierte Baggerseen manchmal umzäunt und nicht zugänglich sind. Das ist aufgrund der Verkehrssicherungspflicht in Nordrhein-Westfalen zwingend vorgeschrieben.

Die DLRG im Bezirk Kreis Kleve und zukunft niederrhein möchten die Wassersicherheit an den niederrheinischen Baggerseen weiter ausbauen. Dazu haben sie 2018 einen Kooperationsvertrag unterschrieben. In gemeinsamer Informations- und Präventionsarbeit weisen sie auf Freizeitmöglichkeiten aber auch Gefahren an Baggerseen hin. Zudem erhalten die Wasserretter Zugang zu den Sand- und Kiesgewinnungsstätten im Kreis Kleve. Dort können sie zum Beispiel Übungen durchführen, um im Falle eines Einsatzes gut gerüstet zu sein.

Mehr zur Kooperation zwischen der DLRG im Bezirk Kreis Kleve und zukunft niederrhein lesen Sie hier.

Über zukunft niederrhein:

zukunft niederrhein ist eine Initiative von 13 Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein. Der Zusammenschluss hat es sich zur Aufgabe gemacht, Perspektiven für die gesamte Region zu entwickeln und die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Kiesindustrie am Niederrhein zu bereichern. Die in zukunft niederrhein vertretenen Unternehmen sind oft seit mehr als 100 Jahren in der Region tätig. Mitglied in der Initiative sind: GMG Sand und Kies GmbH & Co. KG, Gossens GmbH, Heeren-Herkener Kiesbaggerei GmbH, Holemans GmbH, Hülskens Holding GmbH & Co. KG, Kieswerk Grotendonk GmbH, Kieswerk Wissel GmbH, Niederrheinische Dienstleistungsgesellschaft für Kies und Sand mbH, RMKS Rhein Main Kies und Splitt GmbH & Co. KG, Siemes Sand- und Kiesbaggerei GmbH & Co. KG, Teunesen Sand und Kies GmbH, Theo Kuypers Kiesbaggerei GmbH, Welbers Kieswerke GmbH. Weitere Informationen rund um die Kiesgewinnung am Niederrhein und zu zukunft niederrhein finden Sie auf der Internetseite www.zukunft-niederrhein.de.

Mehr Dialog bei der Rohstoffplanung nötig

Experten und Bürger diskutierten auf der vierten Veranstaltung „kies im dialog“ über den Kiesbedarf am Niederrhein

Wesel, 24. Mai 2019. Unternehmen, Regionalplaner, Naturschutzverbände und Bürger wollen und müssen mehr miteinander reden, wenn es um die Planung von Rohstoffgewinnungen geht. Das war ein zentraler Wunsch der Teilnehmer auf der Veranstaltung kies im dialog der Initiative zukunft niederrhein. Sie fand gestern Abend in der Niederrheinhalle in Wesel statt. Unter der Leitung von Moderator Tom Hegermann tauschten sich rund 130 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie erstmals auch interessierte Bürger über den Bedarf von Sand und Kies am Niederrhein aus.

Ziel der Dialogveranstaltung war es, den Sand- und Kiesbedarf und die Berechnung des Bedarfs genau zu betrachten. Das Thema war in der Öffentlichkeit bereits viel diskutiert worden. Deshalb hat zukunft niederrhein, die Initiative der Sand- und Kiesunternehmen, den Kiesbedarf in den Fokus der diesjährigen Veranstaltung gerückt. Diese war erstmals keine reine Fachveranstaltung, sondern auch offen für interessierte Bürger.

In seiner Eröffnungsrede betonte Christian Strunk, Koordinator der Initiative zukunft niederrhein, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Politik, Bürgern und der Industrie sei: „Wir arbeiten hier und wir sind hier zuhause. Deshalb wollen wir die Dinge anpacken und besser machen. Wir halten es für unbedingt nötig, transparent zu sein und gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Denn wir wollen alle einen guten Weg für den Niederrhein!“. Zu Beginn der Veranstaltung nahmen verschiedene Experten Stellung zum Rohstoffbedarf und beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Mit dabei waren:

  • Dr. Alexandra Renz, Leiterin der Gruppe Raumordnung, Landesplanung, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW
  • Dipl.-Geol. Ingo Schäfer, Geologischer Dienst NRW
  • Norbert Meesters, ehemaliger umweltpolitischer Sprecher der SPD im Landtag NRW und Mitglied im Rat der Stadt Wesel
  • Detlef Kempf, Regionalleiter Transportbeton, Holcim Beton und Betonwaren GmbH
  • Michael Hüging-Holemans, Koordinator von zukunft niederrhein

 

v.l.n.r.: Ingo Schäfer, Alexandra Renz, Norbert Meesters, Detlef Kempf, Michael Hüging-Holemans

Dabei betonte Dr. Alexandra Renz, dass unser aktueller Lebensstil mit einem sehr hohen Rohstoffbedarf einhergehe. Deshalb müsse das sehr emotionale Thema Sand- und Kiesgewinnung in vielen gemeinsamen Gesprächen ausdiskutiert werden. Die gestern getroffene Leitentscheidung des Landtages, verpflichtende Abgrabungskonferenzen bei der Aufstellung von Regionalplänen in Nordrhein-Westfalen einzuführen, sei ein wichtiger Baustein. Dabei werden Unternehmen und Anwohner frühzeitig in die Planungsprozesse einbezogen. Es gehe dann um eine Optimierung für alle Seiten, so Renz. Die Initiative zukunft niederrhein begrüßte die Leitentscheidung.

Ingo Schäfer betonte, dass es aus geologischer Sicht keine Rohstoffknappheit gäbe. Da die Sand- und Kiesgewinnung aber an die Regionen mit Rohstoffvorkommen gebunden sei, entstünden dort konkurrierende Nutzungsinteressen.

Norbert Meesters zeigte auf, dass es im derzeitigen Regionalplanentwurf des Regionalverband Ruhr Flächen für die Rohstoffgewinnung gäbe, die weder von den Bürgern noch von den Unternehmen gewollt seien. Er bezeichnete deshalb den Dialog als Dreh- und Angelpunkt, um bei diesem Thema weiterzukommen.

Detlef Kempf stellte dar, dass die Nachfrage nach Beton deutlich steigen werde. Um alle Kunden weiterhin pünktlich mit Transportbeton zu beliefern, sei eine flexible und ortsnahe Versorgung durch die Sand- und Kiesindustrie notwendig.

Michael Hüging-Holemans forderte in seinem Statement: „Wir brauchen im Abgrabungsmonitoring eine Aufstellung darüber, welche Flächen bereits genehmigt, welche im Genehmigungsverfahren, welche im Abbau und welche bereits abgebaut sind. Das gäbe einen transparenten Einblick in die tatsächliche Rohstoffsituation.“

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, was die Industrie in punkto Forschung und Entwicklung tue, um Sand und Kies zum Beispiel in Betonprodukten zu ersetzen. Darum kümmere sich bereits die Bauindustrie, sagte ein Vertreter. In den letzten Jahren habe sich der Rohstoffverbrauch für Betonprodukte beispielsweise deutlich reduziert. Zudem beschäftigten sich Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein intensiv mit der Optimierung des Baustoffrecyclings. Angesprochen auf die Berechnung des Rohstoffbedarfs, die sich an den abgegrabenen Mengen der letzten Jahre orientiert, erklärte Dr. Renz, dass die Fortschreibung der Vergangenheit in die Zukunft ein bewährtes Instrument in der Planung sei.

Die Veranstaltung kam auch bei teilnehmenden Kiesgegnern und Bürgern gut an. Sie lobten die verständlichen Erklärungen zur Bedarfsberechnung, die Bürgernähe sowie den angestoßenen Dialogprozess und wünschten sich eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man frühzeitig und offen miteinander an einen Tisch kommen muss, um darüber zu sprechen, wie die Rohstoffsicherung gestaltet werden kann.

 

Moderator Tom Hegermann sammelte viele Fragen aus dem Publikum.

Über zukunft niederrhein:

zukunft niederrhein ist eine Initiative von 13 Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein. Der Zusammenschluss hat es sich zur Aufgabe gemacht, Perspektiven für die gesamte Region zu entwickeln und die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Kiesindustrie am Niederrhein zu bereichern. Die in zukunft niederrhein vertretenen Unternehmen sind oft seit mehr als 100 Jahren in der Region tätig. Mitglied in der Initiative sind: GMG Sand und Kies GmbH & Co. KG, Gossens GmbH, Heeren-Herkener Kiesbaggerei GmbH, Holemans GmbH, Hülskens Holding GmbH & Co. KG, Kieswerk Grotendonk GmbH, Kieswerk Wissel GmbH, Niederrheinische Dienstleistungsgesellschaft für Kies und Sand mbH, RMKS Rhein Main Kies und Splitt GmbH & Co. KG, Siemes Sand- und Kiesbaggerei GmbH & Co. KG, Teunesen Sand und Kies GmbH, Theo Kuypers Kiesbaggerei GmbH, Welbers Kieswerke GmbH. Weitere Informationen rund um die Kiesgewinnung am Niederrhein und zu zukunft niederrhein finden Sie auf der Internetseite www.zukunft-niederrhein.de.

 

Über die Veranstaltungsreihe kies im dialog:

Seit Gründung der Initiative zukunft niederrhein suchen die niederrheinischen Sand- und Kiesunternehmen regelmäßig den Dialog mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Vertretern aus der Region. Um diesen Dialog zu verstetigen, startete im Jahr 2015 die Veranstaltungsreihe kies im dialog. Unter diesem Titel bieten die Kiesunternehmen einen Austausch zu wichtigen regionalen Themen an, zu denen sie einen konkreten Beitrag leisten wollen. Damit lösen die Sand- und Kiesunternehmen auch das in der Gemeinsamen Erklärung der Intiative gegebene Versprechen ein, die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen zur Dialogreihe finden Sie auf der Internetseite www.zukunft-niederrhein.de/kies-im-dialog.

 

 

Kiesbedarf unter der Lupe

zukunft niederrhein lädt zum 4. kies im dialog ein, Veranstaltung steht erstmals auch Bürgern offen

Wesel, 02. April 2019. Die Diskussion um den Sand- und Kiesbedarf in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus ist seit Anfang dieses Jahres ein Thema in der Öffentlichkeit. Wie viel Sand und Kies benötigen wir heute, aber auch mit Blick auf die Zukunft? Welche Industrien und Projekte benötigen Rohstoffe und in welchen Mengen? Und wie wird dieser Rohstoffbedarf eigentlich ermittelt? Unter anderem diese Fragen werden auf der Veranstaltung „Kiesbedarf unter der Lupe“ diskutiert. Sie findet am Donnerstag, den 23. Mai 2019, ab 18 Uhr in der Niederrheinhalle Wesel statt. Die Veranstaltung ist bereits die vierte aus der Reihe kies im dialog der Initiative zukunft niederrhein. Unter Leitung von Moderator Tom Hegermann werden sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung austauschen. Erstmals steht die Veranstaltung zudem auch interessierten Bürgern offen.

Rückblick: 2018 diskutierten rund 100 Teilnehmer bei kies im dialog zum Thema Rohstoffmangel.

Das Ziel der Veranstaltung: den Sand- und Kiesbedarf genau betrachten und konstruktive Lösungsansätze diskutieren, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Denn die Nachfrage nach Sand und Kies nimmt nicht ab, sondern wird ganz im Gegenteil stetig höher. „Wir wollen auch in Zukunft unseren Beitrag dazu leisten, dass Bauvorhaben umgesetzt werden können. Dabei möchten wir die Rohstoffgewinnung mit den Interessen der Niederrheiner, der Natur und weiterer Wirtschaftszweige bestmöglich vereinen“, betont Christian Strunk, Koordinator von zukunft niederrhein.

zukunft niederrhein lädt daher Bürger, Politiker, Wirtschaftsvertreter, Verwaltungsmitarbeiter, Mitglieder regionaler Interessengruppen und Institutionen sowie Fachteilnehmer mit thematischem Bezug ein, auf der Veranstaltung näher ins Gespräch zu kommen. „Uns ist nicht nur der Dialog mit Politikern und Institutionen wichtig, sondern auch mit den Bürgern. Wir leben und arbeiten hier am Niederrhein und setzen uns stets für die Region ein. Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten“, so Koordinator Michael Hüging-Holemans.

Zu Beginn der Veranstaltung werden verschiedene Experten Stellung zum Thema Rohstoffbedarf nehmen. Mit dabei sind unter anderem Dr. Alexandra Renz, Leiterin der Gruppe Raumordnung, Landesplanung im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW, Dipl.-Geol. Ingo Schäfer vom Geologischen Dienst NRW sowie Detlef Kempf, Regionalleiter Transportbeton der Holcim Beton und Betonwaren GmbH (Region West).

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist notwendig und ab sofort unter info@zukunft-niederrhein.de möglich.

Über zukunft niederrhein:

zukunft niederrhein ist eine Initiative von 13 Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein. Der Zusammenschluss hat es sich zur Aufgabe gemacht, Perspektiven für die gesamte Region zu entwickeln und die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Kiesindustrie am Niederrhein zu bereichern. Die in zukunft niederrhein vertretenen Unternehmen sind oft seit mehr als 100 Jahren in der Region tätig. Mitglied in der Initiative sind: GMG Sand und Kies GmbH & Co. KG, Gossens GmbH, Heeren-Herkener Kiesbaggerei GmbH, Holemans GmbH, Hülskens Holding GmbH & Co. KG, Kieswerk Grotendonk GmbH, Kieswerk Wissel GmbH, Niederrheinische Dienstleistungsgesellschaft für Kies und Sand mbH, RMKS Rhein Main Kies und Splitt GmbH & Co. KG, Siemes Sand- und Kiesbaggerei GmbH & Co. KG, Teunesen Sand und Kies GmbH, Theo Kuypers Kiesbaggerei GmbH, Welbers Kieswerke GmbH. Weitere Informationen rund um die Kiesgewinnung am Niederrhein und zu zukunft niederrhein finden Sie auf der Internetseite www.zukunft-niederrhein.de.

Über die Veranstaltungsreihe kies im dialog:

Seit Gründung der Initiative zukunft niederrhein suchen die niederrheinischen Sand- und Kiesunternehmen regelmäßig den Dialog mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Vertretern aus der Region. Um diesen Dialog zu verstetigen, startete im Jahr 2015 die Veranstaltungsreihe kies im dialog. Unter diesem Titel bieten die Kiesunternehmen einen Austausch zu wichtigen regionalen Themen an, zu denen sie einen konkreten Beitrag leisten wollen. Damit lösen die Sand- und Kiesunternehmen auch das in der Gemeinsamen Erklärung der Intiative gegebene Versprechen ein, die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen zur Dialogreihe finden Sie auf der Internetseite www.zukunft-niederrhein.de/kies-im-dialog.

Vielfalt der Fauna an einem Baggersee am Niederrhein

zukunft niederrhein stellt seine Positionen vor

Die 13 Unternehmen der Initiative zukunft niederrhein haben ihre Forderungen und Botschaften an Politik und Behörden gesammelt und in vier Standpunkten zusammengefasst. Unter den vier Punkten

  • „Sand- und Kiesgewinnung ist am Niederrhein unersetzbar“,
  • „Rohstoffgebiete vor Überplanung schützen“,
  • „Genehmigungsverfahren straffen und effizienter gestalten“ und
  • „Importe von Baurohstoffen sind ineffizient und umweltbelastend“

werden wichtige Aspekte zur Rohstoffgewinnung und Versorgungslage von Sand und Kies verdeutlicht. Die Mitgliedsunternehmen von zukunft niederrhein machen dabei ihren Standpunkt, unter anderem zum Einsatz von Recycling-Baustoffen, zur effektiveren Auswahl neuer Gewinnungsflächen und zum Import von Baurohstoffen, deutlich. Dabei betont die Initiative, dass ein sachlicher und faktenbasierter Dialog mit allen Beteiligten von grundlegender Bedeutung ist. Nur so könne man die Rohstoffgewinnung mit den Interessen der Niederrheiner, der Natur und weiterer Wirtschaftszweige vereinen.

Die Positionen können Sie hier nachlesen.

„Baggerseen-Guide Niederrhein“ nun auch in den Niederlanden verfügbar

Wir können tolle Neuigkeiten verkünden: Unsere App „Baggerseen-Guide Niederrhein“ ist nun auch in den Niederlanden für Android im Google Play-Store zum kostenlosen Download verfügbar.

Denn nicht nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad, sondern auch mit dem Smartphone lassen sich die Naherholungsgebiete der Region entdecken. Die App von zukunft niederrhein bietet seit Mai 2018 einen praktischen Überblick zu Freizeitaktivitäten an 18 niederrheinischen Baggerseen und weiteren Naturräumen – und das bereits für über 1300 Nutzer!

Über eine interaktive Karte zeigt die App viele Informationen und Bilder zu Ausflugszielen der Region an. Wer sich gezielt über einzelne Aktivitäten zur Freizeitgestaltung informieren möchte, kann sich mithilfe der Filtersuche einen Überblick vom vielfältigen Angebot der niederrheinischen Baggerseen verschaffen.

Die App-Inhalte gibt es bislang nur auf Deutsch. Falls auch Sie die App gerne nutzen möchten, geht es hier zum deutschen Playstore von Android und dem Apple iOs Store.

zukunft niederrhein sichert die Versorgung mit Rohstoffen

Wesel, 08. Februar 2019. Die Mehrheitsfraktionen im Kreistag Wesel haben für die Beratung im Kreisausschuss eine Resolution mit dem Titel „Nachhaltigkeit beim Kiesabbau“ vorgelegt. Auf der heutigen Pressekonferenz in Wesel nehmen einer der Koordinatoren der Initiative zukunft niederrhein, Christian Strunk, und Bernhard Lemkamp, Geschäftsführer der Initiative, zu den zentralen Punkten des Papiers Stellung.

Beide machen deutlich, dass die Familienunternehmen von zukunft niederrhein seit Jahrzehnten vernünftig und ohne Probleme für Nachbarn und Umwelt in der Region arbeiten. Dadurch wurde die wichtige Versorgung der heimischen und regionalen Bauindustrie sichergestellt. Seit Jahren schafft es die Initiative, gemeinsame Lösungen für den Wirtschaftszweig am Niederrhein zu entwickeln. Hierbei konnten bereits in der Vergangenheit weitgehend die Belange der verschiedenen Interessengruppen berücksichtigt werden, auch die der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Mit Nachdruck machen Strunk und Lemkamp deutlich, dass die qualitativ hochwertigen Rohstoffe für den notwendigen Infrastrukturaufbau in Wohnungsbau und Verkehr gebraucht werden. Deshalb wenden sie sich gegen die Forderung aus den Reihen des Weseler Kreistages, die Versorgungszeiträume der Rohstoffgewinnung auf 20 Jahre zu begrenzen, wenn diese aktuell unbedingt gebraucht werden. „Eine Verringerung des Versorgungszeitraums raubt die Versorgungssicherheit der Baustoffindustrie und hemmt das wichtige Wachstum in der Region“, sagt Christian Strunk. „Sollte das Vorhaben von CDU und Grünen umgesetzt werden, werden die ehrgeizigen politischen Ziele der Landesregierung beim Wohnungs- und Straßenbau scheitern und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen massiv zurückgehen“, ergänzt Lemkamp.

„Unter diesen Prämissen wird es auch nicht möglich sein, wie in der Resolution gefordert, die jährliche Abbaumenge zu reduzieren – das hat der Markt bereits in der Vergangenheit durch deutliche Verringerung der Mengen mit Rückgang der Nachfrage erledigt“, erläutert Strunk. Durch die gut laufende Wirtschaft ist die Nachfrage nach Sand und Kies jedoch wieder angestiegen. Sollten Gewinnungsflächen weiter begrenzt werden, würde das zu erheblichen Versorgungsengpässen führen. Dann könnten Großprojekte wie der Ausbau der Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen nicht mehr planmäßig abgeschlossen werden. Die Folge: Noch mehr Staus auf den Autobahnen. Strunk wörtlich: „Es sollte weiterhin das Prinzip der nachfrageorientierten Rohstoffgewinnung gelten. Wir wollen auch in Zukunft unseren Beitrag dazu leisten, dass Bauvorhaben am Niederrhein, in Nordrhein-Westfalen und im gesamten Bundesgebiet umgesetzt werden können.“

Um die bestehenden Flächen effektiver nutzen zu können und zusätzliche Umweltbelastungen zu vermeiden, sollten die ausgewiesenen Abbaugebiete in den Regionalplänen stärker auf den Nutzen der Allgemeinheit und damit an den Bedürfnissen der Sand- und Kiesunternehmen ausgerichtet werden. So lassen sich gemeinsam bessere Standorte, bei denen mehrere Anforderungen erfüllt sein können, finden. „Wir haben unsere Änderungsvorschläge für die ausgewiesenen Abbaugebiete bereits im vergangenen Oktober öffentlich gemacht, um gemeinsam zu besseren Ergebnissen für alle zu kommen. Leider erhielten wir keine Resonanz der Planer“, erklärt Bernhard Lemkamp. „Unser Anliegen ist es auch weiterhin, intelligente Gesamtkonzepte mit allen Beteiligten zu entwickeln. So ließe sich die Gewinnung von Baurohstoffen mit konkurrierenden Vorhaben zum Beispiel im Umwelt- oder Hochwasserschutz sinnvoll kombinieren.“

Insbesondere die Ausweisung sogenannter „Konzentrationszonen“ hält zukunft niederrhein für problematisch, schreibt sie doch die Kiesflächen gerade in konfliktträchtigen Räumen für 25 Jahre fest, ohne dass auf Alternativflächen ausgewichen werden kann. So sei beispielsweise ein Flächentausch im Konfliktfall nicht mehr möglich, weil starr an der Ausweisung festgehalten werden müsse.

Vor allem neue Projekte mit gesellschaftlichem Mehrwert, wie zum Beispiel „Wohnen am Wasser“ in Xanten und Naturschutzprojekte wie etwa der viel gelobte Lippemündungsraum in Wesel, hätten bei einer Konzentrationszonenplanung von vorneherein keine Chance auf Aufnahme in den Regionalplan. Es sei ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, dass die – auch von der Landesregierung gewünschte -Abschaffung der Konzentrationszonen einen ungeordneten Kiesabbau zur Folge hätte. „Abgrabungen dürften ja auch weiterhin nur innerhalb von ausgewiesenen Flächen stattfinden“, so die Vertreter der Initiative. „Die Regionalplanung behielte weiterhin die Oberhand, könnte aber wesentlich flexibler durch Regionalplanänderungen auf neue Entwicklungen oder Problemstellungen reagieren“.

Eine Alternative zur Gewinnung von Sand und Kies sehen beide derzeit nicht. Schließlich liege die Verwertungsquote von mineralischen Rohstoffen derzeit bereits bei 90 Prozent. Eine Steigerung dieser Quote sei kaum mehr möglich. „In Deutschland werden hohe Anforderungen an Baumaterialien gestellt, die Recycling-Baustoffe häufig nicht erfüllen können“, gibt Strunk zu bedenken. Denn: Die recycelten Baustoffe müssten gleichwertige physikalische oder chemische Eigenschaften haben wie Primärrohstoffe. Zudem dürften sie keine Gefahr für die Umwelt darstellen. Sollten diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, sei der Einsatz von Recycling-Baustoffen gesetzlich verboten.

Vor diesem Hintergrund fordert die Initiative, den Umgang mit vorhandenen Rohstoffen auch in Zukunft vernünftig zu gestalten. Das würde langfristig nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch die Umwelt schützen. Bereits heute setzten sich die Unternehmen der Sand- und Kiesindustrie dafür ein, die Gewinnung von Rohstoffen so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Dies gilt in gleicher Weise auch für die Mitgliedsunternehmen am Niederrhein. Sie arbeiteten schon im Genehmigungsprozess umfangreiche Rekultivierungs- und Renaturierungskonzepte aus. Auf diese Weise seien am Niederrhein schon zahlreiche neue Erholungsorte entstanden. Zum Beispiel der Auesee Wesel, das Naturgebiet beim Flugplatz Weeze sowie die Xantener Nord- und Südsee. Damit würde die Initiative aktiv dabei mithelfen, die Region Niederrhein noch lebenswerter zu machen.

Die aufwändigen Rekultivierungs- und Renaturierungsmaßnahmen ließen sich allerdings nur dann weiterhin realisieren, wenn die Unternehmen am Niederrhein nicht zusätzlich finanziell belastet würden. Daher lehnt zukunft niederrhein die Einführung eines „Kies-Euro“ ab. „Sollte eine derartige Abgabe ausschließlich in Nordrhein-Westfalen eingeführt werden, würden heimische Unternehmen sowohl im deutschen als auch im europäischen Wettbewerb benachteiligt werden“, so Lemkamp weiter. Langfristig drohe dadurch der Abbau von Arbeitsplätzen in der Region.

Über zukunft niederrhein:
zukunft niederrhein ist eine Initiative von 13 Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein. Der Zusammenschluss hat es sich zur Aufgabe gemacht, Perspektiven für die gesamte Region zu entwickeln und die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Kiesindustrie am Niederrhein zu bereichern. Die in zukunft niederrhein vertretenen Unternehmen sind oft seit mehr als 100 Jahren in der Region tätig. Mitglied in der Initiative sind: GMG Sand und Kies GmbH & Co. KG, Gossens GmbH, Heeren-Herkener Kiesbaggerei GmbH, Holemans GmbH, Hülskens Holding GmbH & Co. KG, Kieswerk Grotendonk GmbH, Kieswerk Wissel GmbH, Niederrheinische Dienstleistungsgesellschaft für Kies und Sand mbH, RMKS Rhein Main Kies und Splitt GmbH & Co. KG, Siemes Sand- und Kiesbaggerei GmbH & Co. KG, Teunesen Sand und Kies GmbH, Theo Kuypers Kiesbaggerei GmbH, Welbers Kieswerke GmbH. Weitere Informationen rund um die Kiesgewinnung am Niederrhein und zu zukunft niederrhein finden Sie auf der Internetseite www.zukunft-niederrhein.de.

Vielfalt der Fauna an einem Baggersee am Niederrhein

Drei zukunft-niederrhein-Unternehmen für Nachhaltigkeit geehrt

Die stolzen Gewinner (v. l. n . r.): Claudia Kressin, Michael Hüging-Holemans, Beate Böckels und Christin Wagner von der Holemans GmbH, Daniela Franken und Jürgen Tarter von der Teunesen Sand und Kies GmbH, Peter Siemes von der Siemes Sand- und Kiesbaggerei GmbH & Co. KG und Bernhard Lemkamp von zukunft niederrhein.

Drei Mitgliedsunternehmen von zukunft niederrhein haben einen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Dieser wurde bereits zum siebten Mal vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) in Deutschland vergeben. Bei der Preisverleihung in Berlin räumten Holemans, Teunesen Sand & Kies sowie Siemes Sand- und Kiesbaggerei ab. Sie wurden für Projekte ausgezeichnet, die sich vom bereits hohen Nachhaltigkeitsstandard der gesetzlichen Vorgaben für die Branche abheben. Insgesamt zwölf Unternehmen der Gesteinsindustrie hatten ihre Projekte eingereicht. Eine unabhängige Fach-Jury, unter anderem mit Experten vom WWF, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und IG-Bauen-Agrar-Umwelt, bewertete die Projekte aus unterschiedlichen Perspektiven.

Foto: Teunesen

Das Weezer Unternehmen Teunesen erreichte mit seinem Projekt „Teunesen summt“ den ersten Platz in der Kategorie Soziales – Lokale Partnerschaft, Projekte und Kooperationen. Das Unternehmen hatte am Rande des Baggersees in Weeze-Knappheide eine große Bienenweide ausgesät und Bienennährgehölze gepflanzt. Gelobt wurden neben der aktuellen Brisanz des Projektes aufgrund des Bienensterbens auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kindergarten- und Grundschulkindern. Insgesamt 260 Kinder hatten im Rahmen einer Projektwoche unter anderem ein Wildbienenhaus mit selbst gebauten Nisthilfen gefüllt.

Foto: Siemes

Die Siemes Sand und Kiesbaggerei, die ebenfalls in Weeze ansässig ist, erzielte den dritten Platz in der Kategorie Soziales. Das Unternehmen wurde für seine vorbildlichen Bemühungen im Umfeld der Sand- und Kiesgewinnung geehrt. Siemes hatte unter anderem Defibrillatoren für den eigenen Betrieb und die Gemeinde Weeze-Wemb angeschafft und sein Gelände für den Mud Masters Obstacle Run zur Verfügung gestellt. Zudem hat das Unternehmen eng mit dem Naturschutzzentrum im Kreis Kleve zusammengearbeitet.

Das Reeser Unternehmen Holemans erhielt den Sonderpreis Kommunikation, der erstmalig ausgeschrieben war. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für seine wissenschaftlichen Symposien und die korrespondierenden Fachbücher, die Wissenschaft, internationale Erfahrungen und Praxiswissen vereinen.

Dr. Gerd Hagenguth, MIRO-Präsident und Geschäftsführer des zukunft-niederrhein-Unternehmens RMKS Rhein Main Kies und Splitt, betonte die Bedeutung des Preises: „Mit diesem Wettbewerb wollen wir gegenüber Politik, Behörden und einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass unsere traditionelle Branche bewusst nachhaltig agiert. Wir schaffen Naturräume mit Artenreichtum, verwerten Roh- und Reststoffe vollständig, bieten sichere und familienfreundliche Arbeitsplätze und tragen maßgeblich zur industriellen Wertschöpfung bei.“

Die drei ausgezeichneten zukunft-niederrhein-Unternehmen haben jetzt noch internationale Gewinnchancen. Ihre Projekte werden automatisch für den vom europäischen Gesteinsverband UEPG ausgelobten „Sustainability Award 2019“ eingereicht. Die Preisverleihung dafür wird im November 2019 in Brüssel stattfinden.