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Offener Brief zur Kies-Resolution Die Mitglieder des Weseler Kreistags haben in ihrer Sitzung am Donnerstag, 9. Juni 2022, einstimmig eine Resolution zum Abbau von Sand...
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Heimische Gewinnung von Sand und Kies ist „unabdingbar“

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben deutlich gezeigt, wie wichtig die Versorgungssicherheit im eigenen Land ist. Dies gilt insbesondere bei der Versorgung mit Rohstoffen. Dabei spielen vor allem „heimische Rohstoffe eine wichtige Rolle“, heißt es aktuell von der Bundesregierung in einer Antwort auf eine entsprechende Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Die Position der Koalition aus SPD, Grünen und FDP ist hier eindeutig: „Um den Bedarf an Baurohstoffen zu decken, ist zur Vermeidung hoher Kosten und Umweltbelastungen durch lange Transportwege eine dezentrale, verbrauchernahe und nachhaltige Gewinnung dieser Massenrohstof-fe unabdingbar.“ Anders ausgedrückt: Regionale Sand- und Kiesgewinnung ist nicht nur notwendig, sondern auch klimafreundlicher.

Versorgungsengpässe und Preissteigerungen verhindern

Die Bundesregierung hat also verstanden und sendet damit auch ein klares Signal an die verantwortlichen Regionalpolitiker. „Im Energie-Sektor wird aktuell massiv deutlich, was passiert, wenn man Ausstiege forciert, ohne dass die Versorgungssicherheit gewährleistet ist und sich außerdem noch von Importen aus dem Ausland abhängig macht: Wir alle müssen es teuer bezahlen“, so zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen. Auch die Entscheidungsträger vor Ort sollten daher geeignete Rah-menbedingungen schaffen, um Versorgungsengpässe und massive Preissteigerun-gen zu verhindern. Blockadepolitik blockiert in der aktuell angespannten Situation noch zusätzlich die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft unseres Landes.

Grüne Transformation sorgt für mehr Rohstoffbedarf

In dieser Zukunft wird die grüne Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft näm-lich eher zu einem Anstieg der Nachfrage nach Rohstoffen und folglich auch der Preise führen. Ohne mineralische Rohstoffe wie Sand und Kies sind Energie- und Verkehrs-wende in Deutschland nachweislich nicht zu schaffen. Ein wichtiger Baustein einer zukünftigen Rohstoff-Strategie ist dabei selbstverständlich auch die Nutzung von sämt-lichen Recyclingpotentialen im Baustoffbereich. Aktuelle Studien belegen aber, dass Recycling-Baustoffe in den kommenden Jahrzehnten zwar einen wachsenden, aber auch weiterhin nur geringen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können. „Von daher festigt das klare Bekenntnis der aktuellen Bundesregierung zur regionalen Sand- und Kiesgewinnung unsere Argumente und wir hoffen, dass sich auch die Politik auf Landesebene und vor Ort gesamtgesellschaftlichen Realitäten und wirtschaftlichen Fakten stellt. Informationen und Dialog dazu bieten wir in alle Richtungen weiter an“, bekräftigt Sascha Kruchen von zukunft niederrhein.

Offener Brief zur Kies-Resolution

Die Mitglieder des Weseler Kreistags haben in ihrer Sitzung am Donnerstag, 9. Juni 2022, einstimmig eine Resolution zum Abbau von Sand und Kies im Kreis Wesel nach beschlossen. Um mehr Transparenz rund um das Thema zu schaffen und als Grundlage für einen sachlichen Dialog hat die Initiative zukunft niederrhein dazu am 25.6.2022 in einem offenen Brief an den Kreistag Stellung bezogen:

Sand und Kies werden regional gewonnen und auch regional eingesetzt. Wir teilen die Meinung, dass die Gewinnung dieser heimischen Rohstoffe grundsätzlich frühzeitig mit allen Beteiligten erörtert und abgestimmt werden sollte. Wir waren und sind nach wie vor offen für Gespräche.

Für politische Forderungen nach mehr Wohnungsbau, Ausbau der Windenergie sowie Sanierung und Erneuerung von Straßen und Brücken in NRW werden künftig auch mehr Sand und Kies benötigt. Dabei können Recycling- oder Ersatzbaustoffe in Zukunft bestenfalls 25 Prozent des Bedarfes decken.

Planwirtschaft ist keine Lösung

Wer eine Reduzierung elementarer heimischer Rohstoffe auf 50 Prozent fordert, geht grob fahrlässig mit der Zukunft und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der jüngeren Generation um. Kann dann ab Mitte des Jahres nicht mehr gebaut werden, weil die planwirtschaftlich festgelegten Gewinnungsmengen erreicht sind? In unserer sozialen Marktwirtschaft hat der Staat die Steuerungsfunktion von Wirtschaftsgütern bewusst nicht übernommen.

Im Falle dieser künstlichen Verknappung müssten benötigte Rohstoffe über weite Strecken, auch aus dem Ausland, sofern verfügbar, teurer und klimaschädlicher zu uns transportiert werden. Außerdem würde eine neue Abhängigkeit von externen Lieferanten geschaffen.

Insgesamt positive Auswirkungen auf Flora und Fauna

Langjährige Erfahrungen und Studien zeigen: Bereits während der Rohstoffgewinnung siedeln sich seltene Tier- und Pflanzenarten an. Die Biodiversität steigt und Sand- und Kiesgewinnungsflächen werden offiziell ökologisch höher bewertet als reine Ackerflächen.

Grund- und Trinkwasser nicht gefährdet

Mehrere Studien der letzten Jahre belegen, dass die Sand- und Kiesgewinnung keinen nennenswerten Einfluss auf Trink- und Grundwasser hat. Es gibt auch keine Wasserknappheit. In Duisburg-Baerl werden zum Beispiel jährlich rund 1 Milliarde Liter Trinkwasser ungenutzt in den Rhein gepumpt.

Ernährung bleibt gesichert

Für die meisten Feldfrüchte am Niederrhein gibt es eine Überproduktion. Bundesweit werden 1,5 Mio. ha zur Pflanzenproduktion für die Energieerzeugung aus Biomasse genutzt. Für bereitgestellte Ackerflächen erhalten Eigentümer meistens neue, zusätzliche Nutzflächen. Ackerland geht hier bei uns vor allem durch naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen verloren.

Nachweispflicht als Bürokratie-Monster

Statistisch nutzt jeder Mensch in NRW (über 16 Jahre) rund 10 Kilo Sand und Kies pro Tag. Wie soll da eine zuverlässige Nachweispflicht realisierbar sein? Soll für jeden, der Sandkastensand kauft, ein behördlicher Nachweis erstellt werden?

Sand- und Kiesgewinnung schadet nicht, der Kies-Euro schon

Sand- und Kiesgewinnungsflächen werden schon jetzt durch die Unternehmen aufgrund der gesetzlichen und behördlichen Vorgaben und Auflagen auf eigene Kosten renaturiert. Eine zusätzliche Kies-Steuer würde aber die Rohstoffe für private Verbraucher, Kommunen und alle Steuerzahler teurer machen.

Wir freuen uns auf einen echten lösungsorientierten Austausch.

Weitere Informationen unter: www.sandundkies.net/offenerbrief 

Rohstoffversorgung des Landes gefährdet

Die heutige Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster wird negative Auswirkungen auf die Rohstoffsicherheit und -versorgung in NRW haben. Das Urteil sorgt jetzt auch in weiten Teilen des Landes für fehlende Planungssicherheit. Da das Gericht die Planaussagen im Landesentwicklungsplan zur Sand- und Kiesgewinnung für unwirksam erklärt hat, rückt auch ein rechtsgültiger Regionalplan für das RVR-Gebiet in weitere Ferne. Nicht nur die Rohstoffunternehmen sind betroffen, auch die politischen Ziele beim Wohnungsbau, im Bereich der Infrastruktur, sowie bei der Energie- und Verkehrswende werden gefährdet. Die Unternehmen der Initiative zukunft niederrhein sehen das mit großer Sorge. Vor allem durch die entstehende zeitliche Verzögerung kann es zu einer Verknappung der wichtigen Baurohstoffe Sand und Kies und damit auch zu deutlichen Preissteigerungen kommen. Das trifft am Ende die Wirtschaft, den Verbraucher und jeden Steuerzahler. Es zu befürchten, dass die aktuelle 2. Offenlegung des Regionalplans hinfällig geworden ist und es zu einer 3. Offenlegung mit einer reduzierten Flächenkulisse kommen wird. Dieses Verfahren könnte vermutlich ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen.
Das OVG in Münster hatte der Klage der Kreise Wesel und Viersen sowie der Kommunen Kamp-Lintfort, Alpen, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg gegen den im Landesentwicklungsplan festgelegten Versorgungszeitraum von 25 Jahren für die Sicherung von potentiellen Sand- und Kiesgewinnungsflächen stattgegeben.

Nachhaltigkeitspreis für zukunft niederrhein

zukunft niederrhein ist mit dem MIRO-Nachhaltigkeitspreis der deutschen Gesteinsindustrie ausgezeichnet worden. Die Initiative erhielt den Sonderpreis Kommunikation, weil sie „das Thema Mineralische Rohstoffe für die Öffentlichkeit so interessant aufbereitet, dass eine positive Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet.“ Der Preis wurde in Berlin bei einer feierlichen Veranstaltung vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) überreicht. „Wir sind stolz, dass unsere Öffentlichkeitsarbeit für die Sand- und Kiesgewinnung am Niederrhein die hochkarätig besetzte Jury für sich gewonnen hat. Die Auszeichnung gibt uns zusätzlichen Rückenwind für die vor uns liegenden Aufgaben“, so zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen.

Hochkarätig besetzte Jury

Die Jury für den alle drei Jahre verliehenen Nachhaltigkeitspreis war unter anderem mit Fachleuten von der Naturschutzorganisation NABU, der Tier- und Artenschutzorganisation WWF, der IG BAU oder der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe besetzt. Die Initiative zukunft niederrhein hatte sich mit dem Motto „Regionale Öffentlichkeitsarbeit: GEMEINSAM für Sand+Kies und mehr Rohstoffbewusstsein in der Bevölkerung“ beworben und damit den 1. Preis geholt. Die Kombination aus sachlichen Informationen auf der neu gestalteten Internetseite und in einer umfangreichen SAND+KIES-Broschüre mit pointierten Radiospots und einer zielgruppenorientierten Online- und Social Media-Kampagne hat am Ende überzeugt.

Für europäischen Preis qualifiziert

Als nationaler Preisträger hat sich die Initiative damit auch für den europäischen Nachhaltigkeitspreis der Gesteinsindustrie qualifiziert, der Ende November in Brüssel verliehen wird. Dort gehen Bewerber aus 13 europäischen Ländern an den Start. „Wir werden uns bis dahin nicht ausruhen, sondern setzen aktuell auf unsere vor zwei Wochen gestartete Dialog-Aktion für mehr Transparenz und Offenheit in der aktuellen Diskussion in der Region. Jeder kann uns Fragen zur Sand- und Kiesgewinnung stellen, die wir dann zeitnah öffentlich beantworten“, sagt Sascha Kruchen von . Mittlerweile sind auch schon die ersten Antworten auf eingegangene Fragen online. Die Menschen vor Ort interessieren sich dabei vor allem für Möglichkeiten der Folgenutzung von Sand- und Kiesgewinnungsflächen.
Fragen können weiter gestellt werden über: https://www.sandundkies.net/dialog. Den Link und entsprechende Informationen gibt es natürlich auch auf der Facebook-Seite von zukunft niederrhein.

(Fotoquelle: MIRO-Nachhaltigkeitspreis 2022 / Sebastian Franke)

Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein starten Dialog-Aktion

Wenn man mit Menschen am Niederrhein spricht, die aktuell gegen die geplanten Flächen für die Sand- und Kiesgewinnung protestieren, wird schnell klar: Die Menschen haben Sorgen und vor allem viele unbeantwortete Fragen. Diese Fragen wird die Initiative zukunft niederrhein in einer großen Dialog-Aktion beantworten und damit hoffentlich auch die ein oder andere Sorge nehmen können. „Wir sind bei Anti-Kies-Veranstaltungen oder beispielsweise bei der Mahn-wache in Neukirchen-Vluyn gewesen und haben mit den Menschen vor Ort gesprochen. Dort sind Fragen gestellt worden, auf die wir selbst nie gekommen wären und wir konnten Informationen liefern, die viele dort überrascht haben. Das ist der Grund, warum wir jetzt in die Dialog-Offensive gehen“, sagt zukunft niederrhein-Geschäftsführer Sascha Kruchen.

Unerwartete Fragen, überraschende Fakten

Die Sand- und Kiesunternehmen am Niederrhein wollen liefern – nicht nur dringend benötigte Baurohstoffe, sondern auch fundierte Informationen und nachprüfbare Fakten aus seriösen Quellen. „Jeder kann jede Frage stellen und wir werden sie alle ausnahmslos beantworten. Es geht um sachlichen Dialog, um Offenheit und Transparenz und vor allem darum, kursierende Mythen und Falschinformationen zu korrigieren“, so Sascha Kruchen weiter. Die Fragen an die Sand- und Kiesexperten kann man ab Samstag (2.4.2022) online an die Initiative richten. Die passenden Antworten gibt es dann zeitnah auf einer eigenen Internetseite zum Nachlesen. Von Renaturierung über Recycling und Bedarfsermittlung bis zum Export – kein Thema wird ausgelassen.

Kein Thema wird ausgelassen

Die Mitgliedsfirmen hoffen, dass vor allem die Menschen in Alpen, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg das Angebot nutzen, die sich rund um das Thema nicht aufgeklärt fühlen. „Leider haben wir nämlich auch festgestellt, dass es in den einzelnen Protestgruppen Personen gibt, die vorweggehen, aber unsere Gesprächs-angebote und teilweise auch jeglichen Kontakt zu den Rohstoffunternehmen radikal ablehnen. Damit wird leider auch die Chance vertan, sich frühzeitig in die weitere Planung einzubringen“, sagt Sascha Kruchen von zukunft niederrhein. Die Dialog-Aktion ist zeitlich losgelöst vom aktuellen Planungsverfahren und geht bei Bedarf auch über den 29. April (Einspruchsfrist für die aktuelle Flächenplanung des RVR) hinaus.

Fragen können gestellt werden über: www.sandundkies.net/dialog. Den Link und entsprechende Informationen gibt es natürlich auch auf der Facebook-Seite von zukunft niederrhein. Dort werden auch schon bald die ersten eingegangenen Fragen thematisiert.

Klare Positionen in der aktuellen Kies-Diskussion

Am Montag (24.1.2022) startet die zweite Beteiligung zum Regionalplan Ruhr. Die Initiative zukunft niederrhein begrüßt diesen Fortgang des Planungsverfahrens. Der Plan gewährleistet im Wesentlichen, dass die Gewinnung der systemrelevanten Rohstoffe Sand und Kies und deren regionale Verfügbarkeit weiterhin langfristig gesichert werden. „Für die dringend anstehenden Infra-strukturinvestitionen zum Beispiel beim Brückenbau in NRW oder die von der Politik geforderten 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr in Deutschland bleiben die heimischen Rohstoffe Sand und Kies unverzichtbar“, erklärte zukunft niederrhein-Ge-schäftsführer Sascha Kruchen heute bei einer Pressekonferenz in Wesel.

Jederzeit zum konstruktiven Dialog bereit

Wegen der anhaltenden Diskussion über die geplante Flächenausweisung für die Rohstoffgewinnung am Niederrhein und der zunehmenden politischen Instrumentalisierung des Themas, hat zukunft niederrheindazu acht klare Positionen veröffentlicht. Die Unternehmensinitiative fordert nicht nur, dass Genehmigungsverfahren beschleunigt und die aktuelle Bedarfsermittlung für Sand und Kies überarbeitet werden, sondern auch konstruktives Engagement von Kommunen und Bürgerschaft bei der Gestaltung von Nachnutzungskonzepten. Die Mitgliedsunternehmen bieten den Dialog dazu jederzeit an.

„Man kann aber nicht auf der einen Seite mehr bezahlbaren Wohnraum und eine Verdreifachung der Anstrengungen beim Windenergieausbau fordern und auf der anderen Seite dafür sorgen, dass die benötigten Rohstoffe immer knapper und damit automatisch teurer werden“, so Sascha Kruchen von zukunft niederrhein.

Alternativen gründlich prüfen

In ihren Positionen macht die Initiative auch deutlich, dass zusätzliche Recyclingpotentiale im Baustoffbereich ausgeschöpft werden sollen. Diese müssen aber auch realistisch eingeschätzt werden und das ist leider in der aktuellen Diskussion nicht immer der Fall. Selbst bei optimierter Aufbereitungstechnik kann in Zukunft der zu erwartende Sand- und Kiesbedarf nur zu 20 Prozent durch Recyclingmaterial gedeckt werden. Die für die Rohstoffgewinnung vorgesehene Flächengröße in der aktuellen Regionalplanfassung wird also unabhängig davon benötigt. Entscheidend ist dabei aber, dass dort auch tatsächlich Gewinnungsprojekte genehmigt werden. Theoretische Flächen sichern keinen Bedarf und keine Versorgung.

Kies und Klimaschutz sind übrigens heute schon Partner. So liefern die zukunft niederrhein-Unternehmen die für Energie- und Verkehrswende benötigten Rohstoffe und helfen letztendlich dabei, den Bedarf an fossilen Brennstoffen und damit auch den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Außerdem produzieren sie Ökostrom mit schwimmenden Solaranlagen auf ihren Baggerseen und planen die Produktion von „grünem“ Wasserstoff. Eine regionale Gewinnung von Sand und Kies sorgt zudem für kurze und damit klimafreundlichere Transportwege.

Die Initiative hofft, dass ihre Positionen und fundierten Informationen dazu beitragen, dass die Diskussion rund um die Sand- und Kiesgewinnung am Niederrhein an Sachlichkeit gewinnt. Es geht schließlich um die Sicherung von Rohstoffen, welche die Grundlage für unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand sind.

 

Die acht Positionen der Initiative zukunft niederrhein können Sie hier nachlesen.

Daten und Zahlen rund um die Sand- und Kiesgewinnung finden Sie hier.

Gewinnungsprojekte reichen nicht für 18 Jahre

Niederrhein, 21. Dezember 2021 In Presseberichten und Beiträgen in sozialen Medien wird aktuell immer wieder behauptet, dass die beschlossenen Sand- und Kiesabgrabungen im RVR-Gebiet noch für die nächsten 18 Jahre reichen würden. Das ist leider so nicht richtig – auch nicht, wenn es von Prominenten wiederholt wird. Es würde möglicherweise stimmen, wenn es für alle ausgewiesenen Sand- und Kies- Flächen auch Abgrabungsgenehmigungen geben würde oder zumindest in Aussicht wären. Das ist aber nicht der Fall.

Bedarf nur für sieben Jahre gesichert

„Das ist ungefähr so, als wenn ich sagen würde, dein Taschengeld auf der Bank reicht noch für viele Jahre, das Konto aber gesperrt ist“, sagt Sascha Kruchen von der Initiative zukunft niederrhein. Die tatsächlich genehmigten Gewinnungsprojekte reichen in Wirklichkeit für nur noch rund sieben Jahre. Da ist der steigende Bedarf an Rohstoffen für mehr Wohnungsbau, Energie- und Verkehrswende noch nicht mal eingerechnet. „Nur weil eine Fläche in einem Regionalplan steht, heißt das nicht, dass dort auch irgendwann Rohstoff gewonnen wird. Sand und Kies ist grundsätzlich nicht knapp, die Genehmigungen schon“, so Sascha Kruchen weiter.

Bedarfsermittlung also doch korrekt?

Geradezu absurd ist dabei, dass der angebliche „Sand- und Kies-Vorrat“ für 18 Jahre ausgerechnet durch die Bedarfsermittlung entsteht, welche alle Bürgerinitiativen für völlig falsch halten und die von einigen Kommunen am Niederrhein sogar beklagt wird. Mit dieser Form der Bedarfsermittlung sind die zukunft niederrhein-Unterneh- men allerdings auch nicht hundertprozentig glücklich: Theoretische Gewinnungs- flächen schaffen keine reale Rohstoffsicherheit!

Trotz Recycling: Sand+Kies bleibt unverzichtbar

Die Firmen der Initiative zukunft niederrhein arbeiten daran mit, das Recycling- potential im Rohstoffbereich zu nutzen. So sind die Unternehmen auch am Aufbau moderner Baustoff-Recyclinganlagen und der Weiterentwicklung von Recycling- Beton beteiligt. „Man kann allerdings mit 13 Millionen Tonnen Bauschutt, die im Jahr in NRW anfallen und schon zu über 90 Prozent wiederverwertet werden, nicht den Bedarf von rund 60 Millionen Tonnen jährlich decken. Das sollte allen Unterstützern der Kies-Proteste am Niederrhein klar sein“, so Sascha Kruchen.

Weitere Pressemitteilungen

Pressekontakt

Kies und Klimaschutz werden Partner

Niederrhein, 7.5.2021 Das geplante gemeinsame Klimaschutz-Vorhaben unseres Mitgliedsunternehmens Teunesen mit den Kooperationspartnern Omexon und Wystrach zeigt, was mit Sand- und Kiesproduktion am Niederrhein möglich ist, wenn man über den Tellerrand hinausdenkt. In Weeze sollen Rohstoffgewinnung, Ökostromerzeugung und die Produktion von grünem Wasserstoff kombiniert werden. Dabei handelt es sich um ein innovatives Pilotprojekt, das bundesweit Beachtung finden wird.

Vorbildlich für die Region

„Grüner Wasserstoff gilt als die Energiequelle der Zukunft und dieses Pilotprojekt kann schon bald als Vorbild für die Nutzung von Baggerseen am Niederrhein dienen. Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, kommt an solchen Ideen nicht vorbei“, sagt zukunft niederrein-Geschäftsführer Sascha Kruchen. „Wir brauchen weiterhin Sand und Kies als wichtigen Rohstoff für die Bauwirtschaft, wir brauchen Ökostrom für die Energiewende und wir brauchen Wasserstoff als alternative Energiequelle“, so Kruchen weiter.

WasserstoffImpuls Niederrhein

Zum Hintergrund: Auf dem See des Kieswerks Hüdderath zwischen Weeze und Kevelaer soll mithilfe einer schwimmenden Photovoltaikanlage grüner Strom gewonnen werden. Ein Teil des Stroms wird für den Betrieb des Kieswerks genutzt, ein anderer Teil mittels Elektrolyse in grünen Wasserstoff umgewandelt und gespeichert. Dieser Energieträger steht weiteren Unternehmen zur Verfügung. Zu den Abnehmern gehören Projektpartner Wystrach und andere Firmen wie beispielsweise Chefs Culinar. Die technische Umsetzung des Projekts wird von Omexom Smart Technologies unterstützt. Das Projekt WasserstoffImpuls Niederrhein bietet somit ein geschlossenes Konzept von der Stromerzeugung bis zur regionalen Vermarktung des grünen Wasserstoffs.

Auch Klimaschutz braucht heimische Rohstoffe

Niederrhein, 26.04.2021. Wer in Nordrhein-Westfalen die Versorgung mit den systemrelevanten Rohstoffen Sand und Kies sicherstellt, ist nicht, wie die Grünen in Neukirchen-Vluyn behaupten, ein „Erfüllungsgehilfe der Kiesindustrie“. Es werden dabei Ansprüche erfüllt, die auch von den Grünen gestellt werden. „Ohne eine sichere Versorgung mit den dafür benötigten Rohstoffen sind die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung im Bereich Energie und Verkehr nicht zu erreichen“, heißt es in der aktuellen Rohstoffstrategie für Deutschland.

Über 66 Millionen Tonnen Sand und Kies für neue Windkraftanlagen

Auch in grünen Wahlprogrammen ist beispielsweise die Windkraft ein zentraler Baustein für die gewünschte Energiewende. Vielleicht sollte dabei zumindest im Kleingedruckten stehen, dass man für eine durchschnittliche Windkraftanlage rund 2.000 Tonnen Sand und Kies (größtenteils für das Fundament) benötigt. Experten gehen nämlich davon aus, dass man auf dem Weg zur CO2-Neutralität im Energiebereich in den kommenden Jahrzehnten bundesweit über 66 Millionen Tonnen Sand und Kies für neue Windkraftanlagen braucht. Der Rohstoffbedarf für die Herstellung von Photovoltaikanlagen oder den Ausbau des Schienen-verkehrs sollte in diesem Zusammenhang auch nicht unterschätzt werden.

Jeder Erwachsene in NRW verbraucht 10 Kilo Sand und Kies pro Tag

Es dürfte jedem klar sein, dass Rohstoffe wie Sand und Kies nur dort gewonnen werden können, wo sie auch lagern. Was aber vielen nicht bewusst ist: In NRW liegt der aktuelle Jahresverbrauch bei rund 50 Millionen Tonnen, jeder Erwachsene im Land verbraucht umgerechnet also 10 Kilogramm Sand und Kies täglich. Das zeigt, wie wichtig dieser Rohstoff für die Gesellschaft ist und deshalb werden die Gewinnungsflächen auch nicht von den Sand- und Kiesunternehmen festgelegt, sondern von der Politik „und das nach gründlicher Abwägung der Interessen“ (Aktionsbündnis Niederrheinappell).

Die heimischen mineralischen Rohstoffe werden am Niederrhein unter Einhaltung höchster Umwelt- und Arbeitsschutzstandards gewonnen. Eine Verlagerung von Rohstoffproduktion in andere Regionen oder Länder, wo solche Standards nicht gelten und tatsächlich „Raubbau“ stattfindet, steht daher bestimmt nicht für „ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit“ und kann daher eigentlich auch nicht im Sinne der Grünen sein.

Demokratisch legitimierte Rohstoffgewinnung kann kein „Raubbau“ sein

Wo sollen in Zukunft die systemrelevanten Rohstoffe Sand und Kies am Niederrhein gewonnen werden? Die Antwort auf diese Frage bestimmen nicht die Sand- und Kiesunternehmen, sondern demokratisch gewählte Institutionen wie beispielsweise das Ruhrparlament. Dass die Verbraucher dieser Rohstoffe solchen Gremien indirekt „Anstiftung zum Raub“ vorwerfen, ist höchst bedenklich.

 

Niederrhein, 29.03.2021. Am Dienstag (30.3.2021) werden in Kamp-Lintfort Unterschriften von „Kiesgegnern“ an die RVR-Regionaldirektorin übergeben. In der Einladung zu diesem Termin ist von Kiesraubbau, maßlosem Flächenfraß und grenzenlosem Abbau die Rede. Mit dieser Wortwahl sollen Emotionen rund um das Rohstoff-Thema geschürt werden. Deshalb lieber zu den Fakten: In Nordrhein-Westfalen werden laut statistischem Landesamt jährlich rund 50 Millionen Tonnen Sand und Kies gebraucht (die Exportmenge ist dabei schon rausgerechnet). Jeder Erwachsene in NRW verbraucht also umgerechnet rund 10 Kilogramm Sand und Kies pro Tag – auch die Kiesgegner. Etwa 50 Prozent der Sande und Kiese werden dabei von der öffentlichen Hand (Bund, Land, Kommunen) für die Allgemeinheit verbraucht. „Würde man in der Raub-Terminologie bleiben, müsste man die Bürgermeister der Kommunen dann konsequenterweise auch als Kies-Hehler bezeichnen“, so zukunft niederrhein-Sprecher Sascha Kruchen.

Auch Kamp-Lintfort baut mit Sand und Kies

Auch beispielsweise in Kamp-Lintfort werden weiterhin neue Wohngebiete geschaffen. Dabei ist aber von den regelmäßig geforderten Recycling-Baustoffen oder etwa von Holzbau nie die Rede. Das ist auch absolut verständlich, denn das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sagt völlig zurecht: „Nur bei ausreichender Verfügbarkeit heimischer mineralischer Rohstoffe lassen sich die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen (Wohnungsbau, Mobilität, Umweltschutz) adäquat bewältigen.“ (aktuelle Rohstoffpublikation des BMWi)

Flächenhäppchen statt Flächenfraß

Der Flächenanteil von stehenden Gewässern (wozu auch die Baggerseen am Niederrhein zählen) liegt in Nordrhein-Westfalen laut statistischem Landesamt bei 0,8 Prozent (Stand: Ende 2019). Die Landwirtschaft nimmt über 47 Prozent der Fläche in Anspruch. In einem Zeitraum von drei Jahren hat die Landwirtschaft in NRW rund 24.000 Hektar an Fläche verloren. Zeitgleich ist die Gewässerfläche im Land aber nur um 630 Hektar gewachsen – das sind nur gut 2 Prozent der „verschwundenen“ Felder und Äcker. Der Anteil ist am Niederrhein zwar etwas höher, aber die Gewinnung von Sand und Kies kann nicht für die großen Flächenverluste der Landwirtschaft in NRW verantwortlich gemacht werden.

Sand und Kies-Export sinkt

Der Export von Sand und Kies aus NRW ist laut statistischem Landesamt in den letzten 11 Jahren um fast die Hälfte zurückgegangen (rund 48 Prozent). Den amtlichen Zahlen zufolge wurden 2019 noch 11,6 Millionen Tonnen exportiert, das entspricht einer Exportquote von rund 18 Prozent. Zum Vergleich: Die Exportmenge von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln lag 2018 bei über 12,6 Millionen Tonnen (Quelle: it.nrw).
Wer Export-Verbote fordert, sollte aber nicht unterschlagen, dass viele Rohstoffe auch aus anderen Ländern zu uns exportiert werden. „Der nationale Energiebedarf wurde 2018 zu rund 70 Prozent über importierte Energierohstoffe gedeckt“, so das Bundeswirtschaftsministerium. Bei den metallischen Primärrohstoffen deckt auch der Niederrhein seine Bedarfe (nahezu) vollständig über Importe. Man liefert also Rohstoffe ins grenznahe Ausland und bekommt auch (unverzichtbare) Rohstoffe aus dem Ausland.

Warum ausgerechnet der Niederrhein?

Sand und Kies kann logischerweise nur dort gewonnen werden, wo er auch lagert. Diese Lagerstätten findet man in NRW vor allem am Niederrhein. Da die Wiederverwertungsquote von Bauschutt aktuell bei über 93 Prozent liegt (nur gut 6 Prozent werden hier am Ende wegen Unbrauchbarkeit entsorgt), müssen weiterhin Primärrohstoffe gewonnen werden. Das stellt immer einen Eingriff in Natur und Landschaft dar und demokratisch legitimierte Institutionen entscheiden, wo solche Eingriffe unter welchen Bedingungen stattfinden sollen. Grenzenlos ist das nicht.