Vorkommen


Die Kiesindustrie am Niederrhein ist standortgebunden

VorkommenRohstoffe gibt es nicht überall. Die Natur gibt vor, wo Rohstoffe in guter Qualität und Menge lagern. Die Gewinnung konzentriert sich deshalb auf Gebiete mit geeigneten Vorkommen, wie zum Beispiel den Niederrhein. Hier gibt es eine der größten Kies und Sand-Lagerstätten in Europa. Bundesweit werden jährlich auf 0,0036 Prozent der Fläche Deutschlands Kies, Sand und Naturstein abgebaut.

Kies und Sand von hoher Qualität
Am Niederrhein gibt es nicht nur viel Kies und Sand. Die Rohstoffe sind hier auch qualitativ besonders hochwertig. Aufgrund des hohen Kiesanteils und des vergleichsweise gröberen Sands sind die Rohstoffe vom Niederrhein gerade für die Verwendung in Beton und Betonwaren besonders gut geeignet. Weiter stromabwärts verkleinert sich die Körnungsgröße stetig.

Verbrauchernahe Verfügbarkeit
Aufgrund von Lage und Qualität ist der Kies vom Niederrhein ein gefragtes Produkt in Regionen, die selbst nicht über ausreichende Lagerstätten verfügen. Dazu gehören das Münsterland, das Emsland, aber auch die benachbarten Niederlande. Die hervorragende Anbindung des Niederrheins an das europäische Wasserstraßennetz und nahegelegene große Ballungsräume ermöglicht zudem eine umweltschonende Logistik.

Kiese und Sande aus der Eiszeit
Die Kiese und Sande in den niederrheinischen Gewinnungsstätten stammen überwiegend aus dem Eiszeitalter des Quartärs, dem jüngsten Abschnitt der Erdgeschichte von vor rund 2,6 Millionen Jahren bis heute. Damals trafen große Mengen Schotter, die der Rhein aus vereisten Gebieten der Alpen an den Niederrhein transportiert hatte, auf große Mengen Geröll, die von riesigen Gletschern aus Skandinavien an den unteren Niederrhein gespült wurden. Nachdem die Gletscher geschmolzen waren, lagerte der Rheinstrom über Jahrtausende hinweg Kies und Sand entlang seines Verlaufs ab. Die Vorkommen wurden vom Geologischen Dienst NRW ermittelt. Sie sind Grundlage für die heutige Versorgung mit Baustoffen und damit für unsere modernen Lebensstil.

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