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Die Kiesindustrie am Niederrhein schafft Arbeitsplätze und Werte

Die Kies- und Sandindustrie ist eine wettbewerbsfähige und gesunde Traditionsindustrie am Niederrhein. Rund die Hälfte der nordrhein-westfälischen und mehr als 10 Prozent der deutschen Kies- und Sandproduktion stammen vom Niederrhein. Zwischen 30 und 40 Mio. Tonnen (1999: 45 Mio. Tonnen) Kies und Sand werden jedes Jahr hier gefördert. Der Umsatz liegt über 300 Millionen Euro. Damit gehört die Kiesindustrie nach der Landwirtschaft zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen in der Region. Die mittelständischen Betriebe arbeiten subventionsfrei und sind international wettbewerbsfähig.

Mehrwert für die Region – ein Beispiel
Bei einem angenommenen Durchschnittspreis für die erzeugten Kies- und Sandprodukte von 6 € pro Tonne ergibt sich bei angenommenen 150.000 Tonnen je Hektar abgegrabener Fläche ein Umsatz von 900.000 €. Davon verbleiben 567.000 € (63 Prozent) in der Region und 280.000 € (32 Prozent) in der Kommune.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf bietet die Branche rund 3.000 Arbeitsplätze. Jeder dieser Arbeitsplätze schafft zusätzlich im Schnitt 2,4 weitere Stellen bei Zulieferanten und Abnehmern, also rund 7.200 weitere Arbeitsplätze. Insgesamt sichert die Branche damit mehr als 10.000 Arbeitsplätze, ohne die Bauwirtschaft mitzurechnen. Davon profitieren Menschen mit einer soliden handwerklichen Ausbildung, aber auch zum Beispiel Ingenieure, Betriebswirte und Geologen (Berufsprofile). Insbesondere in strukturschwachen Gebieten, in denen es an Arbeitsplätzen mangelt, besitzt die Kiesindustrie als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor eine erhebliche Bedeutung.

Doch nicht nur in Bezug auf Arbeitsplätze profitiert der Niederrhein von der Kies- und Sandindustrie. Im Durchschnitt fließen über 63 Prozent der unternehmerischen Wertschöpfung wieder zurück in die Region: über Investitionen, nicht zuletzt Gelände-Investitionen, über die Gewerbesteuer, die bei

 

den lokalen Gebietskörperschaften verbleibt, über Zulieferanten und Abnehmer, die ihrerseits investieren und beschäftigen, über Mitarbeiter, die ihr Geld in Kaufkraft umsetzen. Weitere 32 Prozent der Wertschöpfung verbleiben direkt in den Kommunen. Die örtlichen Gemeinden und die Region profitieren ökonomisch damit nicht unerheblich von der Kiesindustrie.

Diese regionale Verbundenheit der Branche und ihre Bedeutung für den Niederrhein spiegeln sich auch darin wieder, dass Aufträge bevorzugt an Unternehmen aus der Region vergeben werden. Pro Jahr sind dies im Regierungsbezirk Düsseldorf Aufträge in Höhe von mehr als 189 Mio. €. Der Wohlstand der Region und der Kommunen hängt somit auch vom Erfolg der heimischen Kies- und Sandindustrie ab.

Aufgrund von Lage und Qualität ist der Kies vom Niederrhein ein gefragtes Produkt in Regionen, die selbst nicht über ausreichende Lagerstätten verfügen. Dazu gehören das Münsterland, das Emsland, aber auch die benachbarten Niederlande. Die hervorragende Anbindung des Niederrheins an das europäische Wasserstraßennetz ermöglicht eine nachhaltig umweltschonende Logistik.

FAKTEN
Auftragsvergabe in der Region
189 Mio. € / Jahr
Ausgaben für Personal
45 Mio. € / Jahr
Ausgaben zum Erwerb von Auskiesungsflächen (RB Düsseldorf)
28 Mio. € / Jahr
Wertschöpfung (ohne Steuern)
262 Mio. € / Jahr

 

 

 
 
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