Kies schafft Sicherheit
Hochwasser ist im Einzugsgebiet großer Flüsse immer ein Thema – nicht erst seit der Diskussion um die Klimaerwärmung. Welch immense Schäden die Wassermassen anrichten können, mussten und müssen die Bewohner flussnaher Städte seit vielen Jahrhunderten immer wieder leidvoll erfahren. Das letzte große Hochwasser mit schwerwiegenden Folgen am Niederrhein gab es 1926. Damals wurden zahlreiche Orte zwischen Düsseldorf und Emmerich überflutet. Seither hat die Kies- und Sandindustrie dazu beigetragen, dass die Städte und Gemeinden in der Region seit vielen Jahren den Pegelstand mit relativer Gelassenheit betrachten können. Die Schäden durch die letzten großen Hochwasser 1993 und 1995 konnten für die Menschen am Niederrhein durch effektive Schutzmaßnahmen gering gehalten werden. Durch 260 km Deiche, deren Kern meist aus Sand besteht, wird im Regierungsbezirk Düsseldorf eine Fläche von ca. 1.500 km² vor Hochwasser geschützt. In den überflutungsgefährdeten Bereichen leben rund eine Mio. Menschen.
Durch die Rückverlegung von Deichen und die gleichzeitige Auskiesung ufernaher Flächen wurden dem Rhein neue Ausbreitungsmöglichkeiten in einer Größenordnung von mehr als 110 Mio. Kubikmetern eröffnet, sogenannte Retentionsflächen. Diese Form des Hochwasserschutzes ist besonders naturgerecht, denn die zeitlich begrenzte Überflutung ufernahen Auenlandes war vor der Begradigung des Rheins über viele Jahrtausende hinweg Normalität.

Die zwei folgenden Beispiele machen deutlich, welchen Beitrag die Kies- und Sandindustrie mit ihrer Arbeit zum Hochwasserschutz in der Region leistet: